Der Anspruch auf Ganztagsbetreuung wirft in Steinach seinen Schatten voraus. Bei der Gemeinderatssitzung wurde klar: Noch nicht alles ist geklärt.
Die Erstklässler ab dem Schuljahr 2026/2027 haben von Beginn an den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung. Während der Gemeinderatssitzung am Montag informierte Steinachs stellvertretende Hauptamtsleiterin, Simone Muth, im Foyer der Allmendhalle über den Anspruch und die Elternumfrage.
„Der Rechtsanspruch erstreckt sich auf acht Zeitstunden am Tag, in jeder Woche, von Montag bis Freitag, ausgenommen an Feiertagen“, umriss sie den Umfang. Das gelte in allen Schulzeiten und auch während der Ferien – mit Ausnahme von vier Wochen. Die Entscheidung, welcher Umfang in Anspruch genommen
Wer im September das Recht auf die Betreuung in Anspruch nehmen wolle, müsse sich bis zum 15. März verbindlich bei der Gemeinde melden. Deshalb seien 25 Eltern in Steinach und 13 Eltern in Welschensteinach frühzeitig angeschrieben und um eine mögliche Bedarfsmeldung gebeten worden. „Wir haben 25 Rückmeldungen erhalten“, erklärte Simone Muth.
Bedarf wurde abgefragt
Neun Kinder bräuchten Betreuung ab 7 Uhr, acht Kinder ab 8 Uhr und mittags bräuchten drei Kinder Betreuung bis 13 Uhr und elf Kinder bis 14 Uhr. Die neue Form bis 15 Uhr bräuchten zwei Kinder und sieben Kinder benötigten keine Betreuung. 21 zu betreuende Kinder haben keine Geschwister an der Schule. Für zwei ältere Geschwister wurde jedoch ebenfalls ein Betreuungsbedarf gemeldet.
Die Abfrage nach dem Bedarf an Ferienbetreuung ergab ein Kind in den Herbstferien, zwei Kinder an Ostern, drei an Pfingsten und für 14 Kinder sei kein Bedarf gemeldet worden.
Austausch mit den anderen Kommunen
„Wir haben aktuell die Regelung, dass keine Ferienbetreuung angeboten wird“, betonte Muth bei der Sitzung. Noch seien die Zahlen niedrig, weil der Rechtsanspruch in der ersten Klasse beginne. Künftig rechne man mit einem höheren Bedarf. Was in der bisherigen Abfrage fehle, seien die Kinder des SBBZ Lernen, weil dort die Anmeldungen meist kurzfristig kämen.
Steinachs Bürgermeister Benedikt Eisele sprach von einer „Pflichtaufgabe, die wir bekommen haben“. Man sei im intensiven Austausch mit den anderen Kommunen, um für die Ferienbetreuung eine gemeinsame Lösung zu finden.