Mit einem Festakt wurde Michael Engst als neuer Chef der Triberger Realschule begrüßt. Die Gästeliste war lang. Der Respekt vor dem Mann mit Herz und Humor ist groß.
Die Ernennungsurkunde hat er bereits seit einem halben Jahr – doch erst jetzt wurde Michael Engst ganz offiziell, verbunden mit einem Festakt, in sein Amt als neuer Schulleiter der Realschule Triberg (RST) eingeführt.
Im Musiksaal der Schule wurden die zahlreichen Besucher durch die Fünftklässler und ihren Musiklehrer Josef Spath mit einer Abwandlung des Mark-Forster-Titels „Chöre“ empfangen. Christine Nagel moderierte den Festakt.
Bürgermeister Gallus Strobel machte in seiner Rede in der Schule ein fast familiäres Klima aus. Ihm sei stets wichtig, was an den Schulen der Raumschaft vor sich gehe. Dass die weiterführenden Schulen in der Raumschaft vorhanden seien, sei ein Traum. Sein Dank richte sich auch an seine Mit-Bürgermeister, die den Erhalt der Schulen unterstützten – „weil sie wichtig sind und uns am Herzen liegen“. An Michael Engst schätze er besonders, dass er ein hohes Potenzial besitze und ein Konzept habe. Er sei der richtige Mann am richtigen Ort, der die Möglichkeit habe, Schule zu gestalten.
Auf seine Vergangenheit ging die leitende Schulamtsdirektorin Susanne Cortinovis-Piel ein – dass Engst seine erste Anstellung in Triberg 2007 erlebt habe, seit 2020 stellvertretender Schulleiter sei und seit März 2023 die Schule leite – zunächst als stellvertretender, dann als kommissarischer Schulleiter. Er habe schon lange die Geschichte der RST mitgestaltet. Sie wusste um seinen Musikgeschmack – Heavy Metal-, kennt aber auch seine positive, teamgeprägte Art. Da er die Ernennungsurkunde bereits hat, brachte sie ihm ein Blümchen mit.
Kiefer: Führung bedeutet für ihn, Brücken zu bauen
Kollege Oliver Kiefer sprach für alle Leitenden an den Raumschaftsschulen. Es gebe Tage, da passiere etwas, was eigentlich lange überfällig sei – wie am heutigen Tag. Eigentlich wisse er selbst, Schulleitung sei etwas, nach dem heute keiner mehr schreie. Engst sehe die RST nicht als Insel, sondern er habe den Blick auf die Schullandschaft. So führe die Realschule seit Jahren eine fantastische Berufsmesse durch, zu der aber alle Sekundarstufenschüler der Raumschaft eingeladen seien. Auch habe er ein schulübergreifendes Fußballturnier initiiert. „Führung bedeutet für dich Brücken bauen, keine Mauern“, betonte Kiefer.
Pfarrer Markus Ockert hielt sich an den Wochenspruch des drittletzten Sonntags des Kirchenjahres: „Jetzt ist die Zeit der Gnade, jetzt ist der Tag des Heils“. Was jetzt gerade dran sei, sei wichtig – und er denke, Engst könne etwas bewirken in seiner Verantwortung.
Auf Augenhöhe und dennoch Chef
„Bleiben Sie, wie Sie sind“, riet die stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende Christiane Palmer dem neuen Schulleiter. Engst tue der Schule gut, ein Mann mit Humor und Herz, ein Mensch, der Späße machen könne und dennoch Respektsperson sei. Auf Augenhöhe mit Schülern und Lehrpersonal und dennoch Chef. Er sei ein Mann mit Erfahrung, der aber auch stets neue Wege suche. Schülersprecher Juan Hirt-Hernandez sagte, er gratuliere einem Menschen, der „für uns mehr ist als ein Lehrer“.
Schüler fühlen sich von ihm ernst genommen
Er nehme die Schüler und Schülerinnen Ernst, gebe ihnen das Gefühl, dass sie ihm wichtig seien. Eine kurze Gratulation gab es auch vom Vorsitzenden des Fördervereins, Thomas Schwarz. Und das Schlusswort gehörte Michael Engst: „Was für ein Aufwand nur wegen mir.“ Mit Augenzwinkern beruhigte er seine Eltern. Diesmal seien sie nicht da, um zu erfahren, was er verbrochen habe, diesmal sei er selbst der Schulleiter. Er freue sich, dass man ihm das Vertrauen schenke. Seine Stärke liege sicher darin, dass er mit der Schule bestens vertraut sei und ein motiviertes Kollegium habe, doch er wisse auch, wo er noch Verbesserungspotenzial habe.
Er wolle Bewährtes bewahren und offen sein für Neues. „Ich gebe mein Bestes und will mir einen wachen Blick in die Zukunft bewahren“, versprach er abschließend.
Großer Bahnhof
Lange Gästeliste
Moderatorin Christine Nagel konnte neben dem neuen Schulleiter auch dessen Frau Simone und seine Eltern Beate und Herbert Engst begrüßen, dazu die drei Bürgermeister des Gemeindeverwaltungsverbands, Hausherr Gallus Strobel, Jörg Frey aus Schonach sowie Christian Wörpel aus Schönwald. Ebenfalls gekommen waren Robin Weisser und Silvia Hoppe (GVV), Bauamtsleiter Sven Ketterer, zahlreiche Gemeinderatsmitglieder aus Triberg sowie Schonach, Schulleiter-Kollege Oliver Kiefer vom Schwarzwald-Gymnasium und die drei Schulleiterinnen der „Zulieferer“: Von der Grundschule Triberg Bianca Mey, aus Schonach Alexandra Wernet und aus Schönwald Silvia Schöne. Auch Ehemalige aus dem Lehrerkollegium und Alt-Schulleiter Horst Herr waren gekommen. Christiane Palmer vertrat die Elternschaft und Thomas Schwarz den Förderverein. Und natürlich waren das aktuelle Lehrerkollegium und etliche Schüler der RST da.