Nicht einmal ein Jahr, nachdem der neue Rektor seine Arbeit aufnahm, wurde die Schulleiterstelle der Realschule St. Georgen schon wieder vakant. Wie ist der aktuelle Stand?
Ende November 2024 trat Martin Schymala, der zuvor Konrektor der Bickebergschule in Villingen gewesen war, seinen Dienst als Rektor der St. Georgener Realschule an – ein Amt, das er nicht einmal ein Jahr ausführen sollte. Seit Oktober vergangenen Jahres steht die Realschule schon wieder ohne Rektor da. Wie auf Nachfrage vom zuständigen Staatlichen Schulamt in Donaueschingen zu erfahren ist, ist die Schulleitungsstelle an der Realschule seit Anfang Oktober 2025 vakant.
Derzeit sei die Rektorenstelle offiziell ausgeschrieben, berichtet Markus Kreilinger, stellvertretender Leiter des Staatlichen Schulamts Donaueschingen, auf Anfrage unserer Redaktion. „Die Veröffentlichung erfolgte im Amtsblatt des Kultusministeriums ‘Kultus und Unterricht‘ und online.“
Dort ist die Ausschreibung auch nach wie vor verfügbar – und Bewerbungsunterlagen können, wie bereits seit Veröffentlichung der Stellenausschreibung eingereicht werden.
„An der Realschule St. Georgen werden derzeit rund 500 Schülerinnen und Schüler in circa 20 Klassen von 36 Lehrpersonen unterrichtet. Die Schule befindet sich zusammen mit dem Thomas-Strittmatter-Gymnasium in einem Gebäude, das am Stadtrand liegt. Räume und Ressourcen werden gemeinsam genutzt, sodass organisatorische Absprachen notwendig sind“, heißt es in der Ausschreibung zu den Voraussetzungen vor Ort.
Sanierung des Schulzentrums als Aufgabe
Als Schulentwicklungsaufgaben, die in die Zuständigkeit des neuen Rektors fallen, werden vor allem drei Themenbereiche genannt: die Begleitung der angestrebten umfassenden Renovierung beziehungsweise gegebenenfalls Erweiterung des Schulgebäudes, die Zusammenarbeit mit den anderen Schulen im Schulnetzwerk St. Georgen sowie die Qualitätssicherung und das Qualitätsmanagement.
„Angemessener Zeitaufwand“ notwendig
Derzeit liegt die Leitung der Schule kommissarisch in den Händen des stellvertretenden Schulleiters Patrick Morath. Bis wann sich das wieder ändern wird? Das ist noch nicht klar, wie die Nachfrage beim Staatlichen Schulamt zeigt.
Denn eingegangene Bewerbungen werden Kreilinger zufolge einem Überprüfungsverfahren unterzogen. Dieses setze sich aus „unterschiedlichen Überprüfungsmaßnahmen zusammen und ist ein mehrstufiger Prozess“. Darin sind eine Vielzahl von Akteuren eingebunden, erklärt Kreilinger – unter anderem das Regierungspräsidium Freiburg, das Staatliche Schulamt Donaueschingen, ein Mitglied der Schulkonferenz der Realschule St. Georgen und die Stadt St. Georgen als Schulträger.
„Dementsprechend erfordert dieser komplexe Prozess einen angemessenen Zeitaufwand“, erläutert Kreilinger – ohne den zu erwartenden Zeitraum jedoch konkret zu benennen. Auch zur Frage, ob für die Schulleiterstelle der Realschule St. Georgen Bewerbungen vorliegen, macht der stellvertretende Schulamtsleiter auf Anfrage keine Angaben.