Bei der Abschiedsfeier (von links): Nadja Hornberger, Melanie Katz, Ulrike Schira, Uwe und Charlotte Kretzschmer, Bürgermeister Bernhard Haas, Sonja Beck und Dorothee Faulhaber-Stützel Foto: Stadler

Im Kreis von langjährigen Weggefährten, Familie und Freunden wurde Realschulrektor Uwe Kretzschmer unter dem Motto „Time to say Goodbye“ aus dem Schuldienst verabschiedet.

Die Verabschiedungsfeier wurde von den Klassen 5c und 5d mit dem gesungenen Musikstück „Have a nice Day“ eröffnet. Ulrike Schira, Leiterin des Staatlichen Schulamts Rastatt, überreichte die Urkunde des Landes, mit der für Kretzschmer der Schuldienst endet. Sie würdigte seine erfolgreichen Jahre als Lehrer, Mentor, Beauftragter des Oberschulamts für Schulhockey, Konrektor und Rektor.

 

Schira zeichnete Kretzschmers persönlichen und beruflichen Werdegang nach, der ihn zunächst als Vertretungskraft und mit einer Festanstellung samt der Verbeamtung 1984 an die Realschule Dornstetten geführt hatte. Kretzschmer wurde vor 34 Jahren Konrektor, 2015 übernahm er die Stelle als Realschulrektor, im September 2017 wurde er zum Schulleiter ernannt.

Der geschäftsführende Schulleiter der Stadt Dornstetten war knapp 42 Jahre Teil der Schulgemeinschaft an der Realschule und hatte seinen „Vertrag“ zwei Mal verlängert, bevor er sich jetzt in einen neuen Lebensabschnitt verabschiedete.

Den Hockeysport etabliert

Sport wird Kretzschmer, der Deutsch und Sport studiert und den Hockeysport erfolgreich an die Schule gebracht hatte, auch künftig begleiten. In seinen Grußworten betonte Bürgermeister Bernhard Haas die positiven Auswirkungen des sportlichen Schulleiters und Teamplayers Kretzschmer, der den Hockeysport an der Realschule etabliert und mit den Dornstetter Mannschaften über viele Jahre hinweg große Erfolge bei „Jugend trainiert für Olympia“ verbucht habe.

Mit „Beam me up, Scotty“ klangen die launigen Grußworte von Werkrealschulrektorin Sonja Beck aus, die Kretzschmer „überall und nirgends“ erlebt hatte. Als Vertreterin des Schulleitertreffs thematisierte sie auch seine Verlängerungen der Rektorenzeit, denen nun der tatsächliche Rückzug folgt.

Ulrike Schira, leitende Schulamtsdirektorin, überreicht Uwe Kretzschmer die Urkunde zur Beendigung seiner Amtszeit. Foto: Stadler

In einen sportlichen Rahmen packte Elternbeiratsvorsitzende Sandra Wetzler ihre Grußworte. Kretzschmer bezeichnete sie als Langstreckenläufer, der die Realschule mit langem Atem durch den Hürdenlauf geführt habe und jetzt einen entspannteren Abschnitt im Freizeitmodus beginne.

Für das Kollegium ergriff Kretzschmers langjährige Begleiterin Dorothee Faulhaber-Stützel das Wort, unterstützt von Statements ihrer Mitstreiter. Lobend erwähnt wurden die Besonnenheit, Geduld und das weitsichtige Handeln des Schulleiters, seine offenen Türen, das Vertrauen, die Wertschätzung und die konstruktiven Problemlösungen.

Konrektorin Nadja Hornberger, die mit Lehrerin Melanie Katz durch die Feierstunde führte, nannte Kretzschmer einen guten Mentor, der ihr stets mit Wertschätzung und Vertrauen zur Seite gestanden habe und über dessen „Verlängerungen“ sie sich mit dem Kollegium gefreut habe.

Tierische Vergleiche

Kretzschmer dankte seiner Frau Charlotte als Betreiberin seiner „privaten Ladestation“, der Familie. Mit Bildern einzelner Räume führte er voller Dankbarkeit noch einmal durch das Schulgebäude.

Ein tierischer Vergleich galt seinem so zusammengefassten Eindruck: Als Ochse ließen sich einige Fettnäpfen nicht vermeiden, wobei der Esel oft eigene Wege ging. Lehrer verglich er mit Kamelen, die wegen der Belastung am Weiterkommen gehindert würden. „Sorgen Sie für Entlastung bei der neuen Schulleitung“, rief er den Festgästen zu, die nach langem Applaus zum gemütlichen Beisammensein eingeladen waren. Das Catering übernahm die Eichenäcker-Schule.