So alt wie die Realschule Dornstetten: Abbas „Waterloo“ – in einer Aufführung der Schüler Foto: Schwarz

Mit einem großen Jubiläumsfest hat die Realschule Dornstetten auf dem gesamten Gelände des Schulzentrums ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. Lehrer, Eltern und Schüler – auch viele Ehemalige – feierten mit.

Bei trockenem Wetter und nicht allzu kühlen Temperaturen fand der offizielle Teil der Feierlichkeiten auf dem Schulhof statt. Die Stühle und Bänke waren voll besetzt. Schulleiter Uwe Kretzschmer und seine „Co-Moderatorin“, SMV-Verbindungslehrerin Melanie Katz, entführten auf eine Zeitreise mit unterhaltsamem Programm.

 

Kretzschmer erinnerte dabei nicht nur an die Historie der Schule, sondern auch an die wichtigsten politischen und gesellschaftlichen Ereignisse, die diese Schule auf ihrem Weg seit der Gründung im Jahr 1974 bis heute begleitet haben.

Passend zum Gründungsjahr und den wichtigsten Stationen in der Schulentwicklung hatten die Schüler Auftritte vorbereitet, mit denen sie zwischen den Grußworten kurzweilig unterhielten. Vom flippigen „Waterloo“-Auftritt in Anlehnung an Abbas Grand-Prix-Sieg im Jahr 1974 über eine sprichwörtlich atemberaubende Turnaufführung der „Jugend trainiert für Olympia“-Gruppe bis zum „Cotton Eye Joe“-Cover, das an 1994 erinnerte, und einem „Zumba-Remix“ – ein sportlicher Tanzstil, der die Zeit danach maßgeblich geprägt hatte – war alles dabei.

Haas: Anlass zur Freude

Als Vertreter des Schulträgers gratulierte Bürgermeister Bernhard Haas und zeigte sich „überwältigt“ von der Resonanz. In Anbetracht der seit Schulgründung teilweise stark rückläufigen Schülerzahlen und vor dem Hintergrund zahlreicher Reformen in der Schullandschaft sei ein solches Jubiläum keine Selbstverständlichkeit, sondern Anlass zur Freude und zur Dankbarkeit.

Redner und Moderatoren (von links): Bernhard Haas, Uwe Kretzschmer, Karl Henne, Hans Jörg Dieter und Melanie Katz Foto: Schwarz

Haas dankte den Initiatoren der Schule und all denen, die den – „sehr weitsichtigen und mutigen“ – Bau des Schulzentrums auf den Weg gebracht hatten. Die Realschule sei damals nicht unumstritten gewesen. Dornstetten habe sich schon immer als Schulstadt verstanden und seine Schulen schon immer auch für Schüler aus dem Umland gebaut. Zweimal habe man das Schulgebäude deshalb bereits erweitert.

Die Turnerinnen der „Jugend trainiert für Olympia“-Gruppe nach ihrer atemberaubenden Vorführung Foto: Schwarz

Schulrat Karl Henne erinnerte in seinem Grußwort an zahlreiche Reformen in der Bildungspolitik, die auch die Realschule immer wieder betroffen haben. Entscheidend für die Qualität und den Unterricht seien Studien zufolge aber nicht Reformen, sondern die Arbeit, die an der Schule geleistet wird. Ein Kriterium dafür sei auch eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit aller am Schulleben Beteiligter. „Dass dies in Dornstetten gegeben ist, wird schon beim Hereinkommen spürbar“, so Henne. Aktuell würden an der Schule 485 Schüler von 43 Lehrkräften unterrichtet.

Schulrat lobt Erfolge

Lobend erwähnte Henne Schwerpunkte der Schule und daraus resultierende Erfolge im musisch-ästhetischen und sportlichen Bereich. Auf die berufliche Orientierung werde mit Firmenbesuchen und Berufsinformationstagen ebenfalls viel Wert gelegt. Qualitätsentwicklung – möglich sei diese auch dank der guten Rahmenbedingungen durch die Stadt – sei eine Selbstverständlichkeit an der Schule.

Schuldekan Hans Jörg Dieter hob den lebenspraktischen Ansatz der Schule hervor und beglückwünschte zu einer „Schule von realer Bildung“. Sandra Wetzler überbrachte die Glückwünsche des Elternbeirats und verglich die Schule, ihre Geschichte und das Fest mit bunten Luftballons. Solche hatten die Eltern als „Symbol der Freude und auch der Vielfalt“ mitgebracht. Sie stiegen farbenfroh in den Himmel.

Symbol der Freude und Vielfalt: Eltern lassen bunte Luftballons in den Himmel steigen. Foto: Schwarz

Im Schulhaus hatte die SMV ein „Spiel-und-Spaß-Programm“ vorbereitet, bei dem man für einen Euro mitmachen konnte. Die Hälfte des Erlöses kommt der Schule zugute, die andere Hälfte dem Dornstetter Jugendhaus. Neben dem Lehrerzimmer gab es ein großes Kunstprojekt aus vielen kleinen Bildern, das die Zahl 50 zeigte. Alle Schüler, Lehrkräfte und Mitarbeiter hatten es zum Jubiläum gemeinsam gestaltet.

Darüber hinaus hatte man – unter anderem – ein „Es war einmal“-Zimmer mit früheren Zeitungsberichten und Fotos über die Schule gestaltet. Dort gab es auch die Polos der jeweiligen Abschlussjahrgänge zu sehen. Der Andrang am Musiksaal mit Liedvorträgen und Theateraufführungen war riesig. In der Georg-Feuerbacher-Halle wurde ein „Ehemaligen-Hockey“ gespielt. Für Kaffee, Kuchen und Gegrilltes war ebenfalls gesorgt.