Cornelius Meister, Generalmusikdirektor der Oper Stuttgart wird nicht über 2026 hinaus in Stuttgart arbeiten. Damit läuft die Klärung der Nachfolge an. Welche Rolle spielt die Politik?
Cornelius Meister, Generalmusikdirektor (GMD) der Oper Stuttgart und des Staatsorchesters, wird seinen bis 2026 laufenden Vertrag nicht verlängern. Damit beginnt die Suche nach einem Nachfolger.
Petra Olschowski (Grüne), Baden-Württembergs Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrates der Staatstheater Stuttgart, sagt hierzu auf Anfrage: „Die Wahl des Generalmusikdirektors oder der Generalmusikdirektorin ist eine der zentralen künstlerischen Weichenstellungen innerhalb der Staatstheater und eine Entscheidung, die dem Opernintendanten obliegt.“ Und zum scheidenden GMD: „Cornelius Meister steht seit 2018 mit dem Staatsorchester für die hohe musikalische Qualität des Musiktheaters und des Konzertprogramms.“
Cornelius Meister und Viktor Schoner betonen unterschiedliche Positionen in der Frage eines möglichen Haustarifvertrages für das Staatsorchester Stuttgart. Marc-Oliver Hendriks, Geschäftsführender Intendant der Staatstheater, sagt hierzu unserer Zeitung: „In den letzten Jahren hat es eine sehr dynamische Entwicklung der Orchestervergütungen vor allem außerhalb des Flächentarifvertrags gegeben. Für die Staatstheater besteht mittelfristig Handlungsbedarf, um die herausragende Qualität des Staatsorchesters auch in der Zukunft weiter abzusichern.“ Hendriks warnt: „Daneben dürfen die außerordentliche künstlerische Exzellenz des Stuttgarter Balletts, des Schauspiels und der Staatsoper aber insgesamt nicht außer Acht gelassen werden.“
Hendriks nimmt Verwaltungsrat mit in die Pflicht
Hendriks gibt den Ball an die Politik weiter. „Die Intendanz“, sagt er – und meint das Quartett der Künstlerischen Intendanten Viktor Schoner (Oper), Tamas Detrich (Ballett) und Burkhard C. Kosminski (Schauspiel) sowie des Geschäftsführenden Intendanten (Hendriks) – „hat daher dem Verwaltungsrat die Entwicklung einer Exzellenzstrategie vorgeschlagen, um in allen Sparten die Leistungsfähigkeit auch zukünftig weiter zu entwickeln. Dem Staatsorchester und seiner tariflichen Situation kommt hier besondere Beachtung zu.“