Ab 2029 gilt die Pflicht zur Rückgewinnung von Phosphor. Der aktuelle Entsorgungsvertrag läuft aus. Für die Zwischenlösung braucht es eine europaweite Ausschreibung.
Neben der Verabschiedung des langjährigen Verbandsvorsitzenden, Tribergs Bürgermeister Gallus Strobel, und der Wahl seines Nachfolgers Sven Ketterer stand die Vergabe der europaweiten Ausschreibung der Klärschlammentsorgung im Mittelpunkt der Gemeindeverwaltungsverbandssitzung. Die Klärschlammentsorgung soll im Zuge der Phosphor-Rückgewinnungspflicht ab dem Jahr 2029 gebündelt erfolgen, da es nur sehr wenige Anlagen gibt, die Phosphor aus dem Klärschlamm lösen können.
Allerdings läuft der derzeitige Vertrag zur Klärschlammentsorgung in wenigen Wochen aus, zum 16. Februar dieses Jahres. Daher müsse die Klärschlammentsorgung für den Zeitraum vom 17. Februar 2026 bis zum 31. Dezember 2028 erneut ausgeschrieben werden.
Die Krux: Da die Vergabesumme anhand der Zahlen von 2024 bei geschätzten 240 000 Euro netto liegt, muss die Ausschreibung europaweit erfolgen – die Grenze liege bei 214 000 Euro netto.
Der Auftrag für die Durchführung der Ausschreibung wurde an die Firma Jedele & Partner aus Stuttgart-Vaihingen vergeben. Das Honorar beträgt von 3600 Euro. Wegen der Komplexität der europaweiten Ausschreibung könne die Frist 17. Februar nicht eingehalten werden, weshalb die Entsorgung zwischenzeitlich direkt beauftragt werde.
Die Verbandsversammlung ermächtigte die Verwaltung einstimmig dazu, den Zuschlag zügig nach Ablauf der Ausschreibungspflicht zu erteilen. Daneben gab GVV-Geschäftsführer Robin Weißer bekannt, dass die Vorlage und die Gesetzmäßigkeit der Haushaltssatzung mit Haushaltsplan 2026 durch das Kommunal- und Rechnungsprüfungsamt im Landratsamt bestätigt worden sei.