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Rauchverbot verschoben Kippe auf dem Spielplatz kostet künftig 35 Euro

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Das Rauchen auf Spielplätzen ist künftig in Stuttgart verboten Foto: Leif Piechowski

Stuttgart - Die Landeshauptstadt will auf ihren rund 500 Spielplätzen künftig das Rauchen verbieten. Die eigentliche für den 10. April vom Gemeinderat erwartete Entscheidung ist aber aufgeschoben. Zunächst sollen alle Bezirksbeiräte informiert werden. Erst dann kann die Grünflächensatzung geändert werden. Das Rauchverbot ist aber nicht umstritten. Neben Verboten gibt es auch ein paar Erleichterungen: Fahrräder, Pedelecs, Inliner und Skateboards werden – mit Ausnahme des Höhenparks Killesberg – auf Wegen und Plätzen künftig erlaubt sein. Bei Rasenflächen hießt es künftig, wie bisher nur auf Liegewiesen, generell „Betreten erlaubt“.

Mit dem Rauchverbot auf Spielplätzen folgt Stuttgart diversen Städten im Land. Heidelberg spielte 2005 den Vorreiter. In Stuttgart hatte die CDU bereits 2010 und 2011 versucht, die Kippen zu verbannen, allerdings sollte damals mehr an die Einsicht als an den Schutz des Geldbeutels appelliert werden. Vor allem Kleinkinder sind durch Zigarettenstummel und Tabakreste gefährdet. Auch verboten werden Alkohol und jede Art von Glasflaschen auf Spiel- und Bolzplätzen sowie Trendspielanalgen.

In der neuen Satzung ist ein Bußgeld für Ignoranten vorgesehen. 20 bist 35 Euro seien geplant, sagt Albrecht Stadtler vom Ordnungsamt. Für die Plätze und neue Hinweistafeln samt Piktogrammen ist das Grünflächenamt zuständig, für mögliche Sanktionen der städtische Vollzugsdienst. 65 Angestellte sollen die Einhaltung der neuen Vorgaben, zu denen auch gehört, dass Bäume nicht mit Slacklines umschnürt werden dürfen, kontrollieren, „im Rahmen ihrer Kapazitäten“, sagt Stadler. „Wir senden ein wichtiges Signal an die Stadtgesellschaft und vor allem auch an den gesunden Menschenverstand“, sagt Rathaussprecher Sven Matis.

Parkbesucher sind geteilter Meinung

Die Parkbesucher des Schlossgartens sind hinsichtlich der neuen Regelungen aber geteilter Meinung. Die Neuerung, das Rauchen und Alkohol auf Spielplätzen zu verbieten, stößt dabei insgesamt auf große Zustimmung. Auch wenn Pamela Neumann aus dem Stadtbezirk West behauptet, einen „Scannerblick der Mutter“ für Zigarettenstummeln im Sandkasten zu haben, würde sie sich darüber freuen, wenn ihr das Entfernen dieser künftig erspart bliebe. „Kinder nehmen eben alles in den Mund“, sagt sie über ihren acht Monate alten Bob.

Auch jüngere Parkgänger begrüßen das Rauch- und Alkoholverbot auf Spielplätzen, zeigen aber nur wenig Verständnis für das Verbot von „Schieß-, Wurf- und Schleudergeräten“, wie es in der neuen Verordnung heißt. „Wer soll sich denn an uns stören?“, fragt Julia S. aus Aschaffenburg. Auf einer Distanz von etwa fünf Metern wirft die 23-jährige mit ihrem Kommilitonen Babak S. einen Baseball mit Handschuhen hin und her. An das Verbot halten wollen sich beide nicht. „Das können die doch eh nicht kontrollieren“, mein Babak S. Außerdem seien die Fahrradfahrer schlimmer, „die ohne Rücksicht auf Fußgänger über die Parkwege heizen.“ Wobei sie bis jetzt – abgesehen von extra markierten Radwegen – eigentlich gar nicht fahren dürften. Das Verbot von „Wurfgeräten“ ist missverständlich. Normale Bälle, auch ein Baseball-Wurf (ohne Schläger) seien damit nicht gemeint, sagte Technikbürgermister Dirk Thürnau bei der ersten Debatte mit Stadträten, sondern „Speere und Bumgerangs“.

Dass Pedelecs, Fahrräder und anderes Rollgerät aktuell auf Parkwegen noch verboten ist, wusste Longboard-Fahrer Erik S. aus dem Remstal überhaupt nicht. Trotzdem freut es den 19-Jährigen Skater, künftig die Parkwege befahren zu dürfen, ohne Gefahr zu laufen, dass ihm der Städtische Vollzugsdienst ein Bußgeld auferlegt: „Besonders hier im Schlossgarten sind die Wege sehr schön und die der Boden sehr Glatt, was toll fürs Borden ist.“ Toll fände es dabei vor allem Babak S., wenn Erik S. dabei auch rücksichtsvoll mit Fußgängern umgeht.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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