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Rauchverbot Bayern Werden die Bayern zu Denunzianten

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Wie sieht es in Baden-Württemberg aus? Hier sind die Hürden für einen Volksentscheid vergleichsweise hoch.

In Baden-Württemberg ist es wirklich sehr schwierig, eine ähnliche Volksinitiative zu starten. Wir überlegen uns das sehr genau. Zunächst wollen wir jetzt erstmal Berlin auf die Reihe kriegen. Wenn die Hauptstadt fällt gegenüber der Tabaklobby, dann haben wir gute Chancen, dass sich auch im Rest von Deutschland etwas tut.

Die bayerischen Behörden haben sich in der Vergangenheit nicht dadurch ausgezeichnet, dass sie die unterschiedlich strengen Rauchverbote entschlossen durchgesetzt hätten. Fürchten Sie, dass trotz des neuen Gesetzes in den Gaststätten weitergequalmt wird?

Das kann ich mir nicht vorstellen. Bisher war es ja eher so, dass man gar nicht genau wusste, wo gequalmt werden darf und wo nicht. In Zukunft ist es ganz einfach, dann herrscht überall der Nichtraucherschutz. Jetzt ist es wirklich an den Bürgern, sich zu melden, wenn geraucht wird. Dieses Gesetz ist viel einfacher zu kontrollieren.

Werden die Bayern so zu einem Volk von Denunzianten, die sich gegenseitig anschwärzen?

Nein, das wird sich zu einem guten Miteinander einspielen. Nehmen Sie das Beispiel der Bahn, dort hat es in den Zügen bis vor einigen Jahren noch heftig gequalmt, jetzt ist es ganz normal, dass nicht geraucht wird. Der Nichtraucherschutz ist auf dem Durchmarsch.

Viele Wirte prognostizieren schon ein Kneipensterben. Wird es so schlimm kommen?

Nein, schon in anderen Ländern hat sich gezeigt, dass das Rauchverbot überhaupt kein Problem ist. Nach einer gewissen Übergangszeit wird es sich auch in Bayern einspielen. Die Fluktuation im Gaststättengewerbe ist generell sehr hoch mit 30 Prozent.

Fürchten Sie ab kommendem Jahr ein Hausverbot in den Festzelten auf der Wiesn, wenn auch dort nicht mehr geraucht werden darf?

Überhaupt nicht, die Oktoberfest-Wirte haben mich schon vor dem Volksentscheid eingeladen, dass wir - egal wie es ausgeht - danach auf die gesunde Luft anstoßen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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