Mit der Reform des Nichtraucherschutzgesetzes darf künftig nicht mehr an Bushaltestellen, auf Spielplätzen oder im Freibad geraucht werden (Symbolfoto). Foto: Schwarzwälder Bote

Beim Nichtraucherschutzgesetz braucht engagierte Bürger, nicht noch mehr Aufgaben fürs Ordnungsamt, findet unser Autor in seinem Kommentar.

Es ist ein Sachverhalt, der regelmäßig beklagt wird: Von Land und Bund werden Gesetze beschlossen, doch auf der kommunalen Ebene fehlen die Kapazitäten, die Kontrolle derselben auch wirksam umzusetzen.

 

So hat Sulz etwa 32 Spielplätze, an denen das Rauchverbot bald gelten wird – aber eben nicht das zusätzliche Personal, um dort für eine lückenlose Überwachung zu sorgen. Braucht es auch nicht. Denn den besten Blick in solchen Sachen haben schlichtweg die Eltern, die ihre Kleinsten auf den Spielplatz begleiten.

Und sie können dabei die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich spüren. So sind mehr als 80 Prozent der Bevölkerung in Baden-Württemberg Nichtraucher, die kein Problem damit haben, am Spielplatz oder auf der Liegewiese im Freibad auf die Zigarette zu verzichten. Es ist also damit zu rechnen, dass ein beherzter Hinweis schneller hilft als die Kontrolle durchs Amt.