Der Angeklagte, hier mit seinem Verteidiger Rasmus Reinhardt, muss sich wegen schweren Raubes verantworten. Foto: Siegmeier

Ein 18-Jähriger soll im Dezember den Norma-Markt in Rottweil überfallen haben. Der Prozessauftakt am Landgericht Rottweil bringt weitere Details ans Licht.

„Besonders schwerer Raub“ lautet die Anklage gegen einen 18-Jährigen, der sich seit Dienstag vor der 1. Großen Jugendkammer des Landgerichts Rottweil verantworten muss.

 

Ihm wird zur Last gelegt, am 17. Dezember vergangenen Jahres den Norma-Supermarkt am Nägelesgraben mit einer schussbereiten Schreckschusspistole überfallen, den Kassierer an der Kasse damit bedroht und Geld gefordert zu haben.

Er habe seine Waren auf das Band gelegt, dem Kassierer aber nicht genug Geld gegeben. Als dieser ihn darauf angesprochen habe, habe er die Schreckschusspistole gezückt und gefordert, ihm die Kasse zu öffnen. Er habe daraufhin in die Kasse gegriffen und sei mit 2400 Euro geflüchtet, heißt es in der Anklageschrift.

Der 18-Jährige sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Elf Zeugen und ein Sachverständiger sind geladen. Das öffentliche Interesse ist groß.

Der Angeklagte gesteht

Gleich zu Beginn der Verhandlung steht der Angeklagte zu seiner Tat und räumt sie ein. Um Drogen kaufen zu können und Drogenschulden zu begleichen, habe er das Geld benötigt. Die Idee für die Tat habe er erst wenige Stunden vorher gehabt, sagt er.

Bis zur Mittagspause wurden bereits einige Zeugen gehört. Das Urteil könnte schon am Montagnachmittag fallen. Ursprünglich waren zwei Verhandlungstage angesetzt.