Großprojekt Ortsmitte: Das Rathaus wird energetisch saniert, der Platz davor als "Treffpunkt für die Bürger" neu gestaltet. Foto: Visel

Gemeinderat Ratshausen stellt Weichen für Umgestaltung der Ortsmitte, Rathaus-Sanierung und Erschließung des Maute-Areals.

Ratshausen - Mit der energetischen Sanierung des Rathauses, den LEADER-Projekten Umgestaltung der Ortsmitte und Barrierefreiheit sowie der Belebung des Maute-Areals hat die Gemeinde Ratshausen vier große Investitionsvorhaben vor Augen. Der Gemeinderat stellte am Montag wichtige Weichen.

So wird für die energetische Sanierung des Rathauses ein Antrag auf eine Förderung aus dem Ausgleichstock in Höhe von 55 Prozent der Kosten gestellt. Zudem beantragt die Gemeinde eine frühzeitige Baufreigabe, um im kommenden Jahr zumindest im Außenbereich tätig werden zu können. Unter anderem müssen die Fundamente des etwa 150 Jahre alten Gebäudes frei gelegt werden, weil sie feucht sind.

Diese Maßnahme, so Bürgermeister Heiko Lebherz, müsse in Zusammenhang mit der Umgestaltung der Ortsmitte gesehen werden. Denn für diese Maßnahme beantragt Ratshausen die Aufnahme im LEADER-Nachrückverfahren. Sollte dies klapppen, gibt es einen engen Zeitplan, denn das Projekt müsste dann bis 31. Dezember abgerechnet sein. Wie berichtet, soll der Platz vor dem Rathaus saniert und attraktiver gemacht werden. "Uns schwebt ein Treffpunkt für Bürger und Vereine vor, wo auch Feste stattfinden können", sagt Lebherz.

Zurück zum Rathaus: Die Gesamtmaßnahme mit Vollwärmeschutz, neuen Fenstern, neuem Dach, der Trockenlegung der Fundamente und einer neuen Heizung mit regenerativen Energien wird 475.000 Euro kosten. "Wir müssen dringend etwas tun, um die Substanz des Rathauses zu erhalten und zu verbessern", betont der Schultes.

Für das LEADER-Projekt »Barrierefreiheit« hat das Gremium die Ingenieurleistungen ans Büro ITON vergeben. Die Gesamtmaßnahmen mit der Absenkung der Randsteine an den Straßenquerungen im Zuge der Ortsdurchfahrt kostet rund 78.000 Euro. Der Zuschuss beläuft sich auf 42.900 Euro. Baubeginn soll laut Lebherz im Frühjahr sein.

Weiter geht es auch in Sachen Maute-Areal. In dem alten Fabrikgebäude sollen künftig der Bauhof, die Feuerwehr, das DRK, weitere Vereine und auch der Kindergarten ihren Platz finden. "Ein ehrgeiziges Projekt, das nach Auskunft von Lebherz »nur Schritt für Schritt verwirklicht werden kann".

Da die Zufahrt zum Maute-Areal nur über die Brühlstraße möglich ist, muss vor allem eine sichere Zugangsmöglichkeit für die Kindergartenkinder gefunden werden. Daher hatte der Rat ein Verkehrskonzept erstellen lassen. Sechs Varianten liegen vor. Der Gemeinderat sprach sich für die Variante I aus. Diese sieht auf der linken Straßenseite in Richtung Maute-Areal einen 1,50 Meter breiten Gehweg vor. Die Straße soll künftig 4,50 Meter breit werden. Derzeit hat der dortige Straßenbereich eine Breite von fünf Metern. Um diese Baumaßnahme für rund 120.000 Euro zu verwirklichen, "müssen aber noch Gespräche mit den Anliegern geführt werden", betont der Bürgermeister.

Zugestimmt hat das Gremium zudem der Änderung der Feuerwehrentschädigungssatzung. Es billigte auch den Kauf eines neuen Bauhoftraktors, der 58.000 Euro kostet. Der alte wird in Zahlung gegeben, so dass 40.000 Euro zu finanzieren sind.