Die Firma Fäll- und Forstarbeiten Markus Voegele vom Rührberg hat dieses Areal an der Salzwerkstraße in Wyhlen temporär gepachtet, um dort unter anderem Bäume zu kommerziell verwertbarem Brennholz zu verarbeiten und dieses dort zu lagern. Foto: Rolf Rombach

Markus Voegele hat an der Salzwerkstraße ein Grundstück gepachtet, um dort Holz verarbeiten zu können. Im Rat gibt es Kritik wegen Lärms und der Uhrzeiten.

Zwar stimmte der Technische Ausschuss des Gemeinderats dem Bauantrag zur Errichtung eines Aufenthaltscontainers, zweier Bogenzelte, zweier Schüttcontainer sowie Holz- und Lagerflächen mit Gitterboxen und drei Stellplätzen auf dem Pachtgrundstück an der Salzwerkstraße grundsätzlich zu. Doch kamen einige Ergänzungen dazu.

 

Räte fordern einige Ergänzungen

Unter anderem soll auf die Einhaltung der Lärmschutzverordnung und der Arbeitszeiten gedrängt werden. Auch will die Gemeinde prüfen lassen, ob die vom Pächter geplante temporäre Nutzung des Areals im Kontext der erteilten Baugenehmigung schriftlich fixiert werden kann.

Dieser Beschluss des Gremiums kam aber erst nach einer wortreichen und kontroversen Debatte zustande. Dabei kam mehrfach Kritik an dem Forstunternehmer auf.

Peter Weber (FW) zum Beispiel störte sich daran, „dass dort schon längst etwas gebastelt wurde“. Im Übrigen sei er froh, dass die Umgehungsstraße noch nicht fertig sei, denn dieser Holzverarbeitungsplatz biete so „kein schönes Entree“ in Richtung Wyhlen-Mitte, sagte Weber. Außerdem wisse er, dass der Forstunternehmer oftmals von den üblichen Arbeitszeiten abweiche, „und diese Maschinen sind laut“. Im Übrigen sei er „gespannt, wie lange er da wirklich ist“.

Rat drängt auf „temporäre Nutzung“

Auch für Sabine Gampp „sieht es anders als erwartet aus“. Die starke Geräuschkulisse könne sie selbst bestätigen, sagte Gampp, die außerdem forderte, dass der Forstunternehmer die Straße sauberhalten müsse. Katja Schäfer (SPD) bat derweil um eine differenziertere Sichtweise. So, wie vorgelegt, sei der Bauantrag rechtlich in Ordnung, weshalb die SPD auch zustimme.

Kein Veto einlegen wollte auch Ralf Blubacher (FDP), der aber auf das Stichwort „temporäre Nutzung“ pochte. Auch müsse der Forstbetrieb Rücksicht auf die Belange der Anwohner in der Nähe nehmen, sagte Blubacher. Die von Peter Weber nachgeschobene Bemerkung, der Holzverarbeiter fahre mit seinem Gerät bisweilen über von der Gemeinde gepflegte Rabatten, will Bürgermeister Tobias Benz überprüfen lassen.

Markus Voegele musste eine Ersatzfläche finden

Der Rathauschef betonte, dass das Unternehmen mit dem Grundstückseigner nur einen temporären Vertrag abgeschlossen habe, weil der Besitzer selbst mittelfristig andere Pläne für seinen Grund und Boden hege. Von einer Dauernutzung sei daher nicht auszugehen. Im Übrigen werde die Verwaltung noch einmal das Gespräch mit dem Forstunternehmer suchen. Bei diesem handelt es sich um Markus Voegele vom Rührberg. Auf Nachfrage unserer Zeitung sagt der Forstunternehmer, er habe den Platz an der Salzwerkstraße für zunächst zwei Jahre gepachtet und wolle ihn „bis auf weiteres“ nutzen. Das Landratsamt Lörrach untersage ihm die Holzlagerung auf seinem eigenen Grund- beziehungsweise Waldstück, bittet Voegele um Verständnis für die Verlagerung. Deshalb habe er einen neuen Platz gebraucht. Diesen habe man ihm dankenswerterweise vermittelt.