Sogar ein Rathaus kann sparen. Jedenfalls sinken die Kosten der Sanierung im Vergleich zur Kostenkalkulation. Foto: Ganter

Der Deißlinger Gemeinderat widmete sich wegweisenden Entscheidungen zur Rathaussanierung. Private Bauprojekte standen ebenfalls an.

Ein zentraler Punkt der Beratungen war die Vergabe mehrerer Gewerke für die Instandsetzung und Modernisierung des Rathauses, bei der die Gemeinde in der Summe deutliche Einsparungen gegenüber den ursprünglichen Kalkulationen erzielen konnte.

 

Besonders hervorzuheben sind die Putz- und Malerarbeiten im Außenbereich, die für 34.833,68 Euro an die Firma Efinger GmbH vergeben wurden, was einer Ersparnis von 41.290,62 Euro gegenüber der Kostenberechnung von 76.124,30 Euro entspricht.

Auch bei den Bodenbelagsarbeiten, die für 44.124,49 Euro an die Firma Link Bodenkonzepte gingen, konnte das kalkulierte Budget von 56.354,83 Euro um 12.230,34 Euro unterschritten werden.

Nur einen „Ausrutscher“ nach oben

Die Vergabe der Schreinerarbeiten für die Sockelkanäle an die Firma Summ für 23.434,08 Euro erbrachte eine weitere Entlastung von 5006,92 Euro im Vergleich zum Kostenansatz von 28.441 Euro Lediglich im Bereich der Innentüren und -fenster lagen die Kosten mit einem Auftragsvolumen von 91.103,19 Euro um 7755,59 Euro über der Kalkulation von 83.347,60 Euro.

Über alle vier Gewerke hinweg ergibt sich somit eine beachtliche Gesamteinsparung von 50.772,29 Euro für den Gemeindehaushalt.

Zwei Bauanträge

Neben den Sanierungsmaßnahmen befasste sich das Gremium mit zwei Bauanträgen. Für ein Grundstück in Ob der Tanzlinde wurde der Neubau eines Carports mit drei Stellplätzen, einer Eingangsüberdachung und einer Dachterrasse befürwortet, da das Vorhaben den Vorgaben des Bebauungsplans „Schwenninger Straße“ entspricht und die Abstandsflächen eingehalten werden.

Ebenfalls zugestimmt wurde der Errichtung eines Gartenhauses in der Ortsmitte, obwohl dieses außerhalb des überbaubaren Bereichs liegt. Die Verwaltung begründete die Befreiung damit, dass die Nebenanlage die zulässige Größe von 40 Kubikmetern pro Grundstück nicht überschreitet und keine nachbarschützenden Belange berührt werden.

Mit Transparenz

Während der Sitzung wurden verschiedene Anfragen und Anregungen aus dem Gemeinderat sowie Informationen aus vorangegangenen nichtöffentlichen Sitzungen behandelt, um die Transparenz über die kommunalen Entscheidungsprozesse zu gewährleisten. Die Finanzierung der beschlossenen Maßnahmen ist über den Haushalt 2026 gesichert, wobei das Bauamt betonte, dass etwaige Mehrausgaben durch Einsparungen an anderer Stelle ausgeglichen werden müssten.