Rund ums Rathaus brodelt es nach wie vor. Foto: Schwarzwälder Bote

Zu den Vorgängen im Rathaus Lauterbach meint unsere Leserin Yasmin Broghammer:

Wo bleibt die Verantwortung? Wo bleiben Haltung, Rückgrat und Konsequenz? In Lauterbach zerfällt die Verwaltung – nicht durch Zufall, sondern durch systematisches Führungsversagen.

 

Die Personalflucht spricht eine deutliche Sprache: Wer gehen kann, geht. Diejenigen, die sich jahrzehntelang loyal eingebracht haben, werden plötzlich kaltgestellt ohne transparente Begründung, ohne Wertschätzung und ohne Menschlichkeit.

Bürgermeister Jürgen Leichtle zieht sich weiterhin mit „Persönlichkeitsrechten“ aus der Affäre. Ist eine Stellungnahme beim Landratsamt eingegangen? Wie geht es in der Verwaltung weiter? Hat Lauterbach wirklich Zukunft? Jede seiner Aussagen ist alles, nur nicht greifbar und vor allem nicht haltbar.

Wegducken als Strategie?

Und der Gemeinderat? Schweigt. Wegducken scheint die Strategie zu sein. Doch wer schweigt, macht sich mitschuldig. Es kann nicht sein, dass in einem demokratisch gewählten Gremium niemand mehr bereit ist, sich dem offenkundigen Missstand entgegenzustellen. Was genau muss noch passieren, damit jemand das Ruder in die Hand nimmt?

Einem Bürgermeister, der offenbar ohne Rücksicht auf Strukturen, Personal oder Klima handelt, darf man nicht tatenlos zusehen. Es geht hier nicht um Parteipolitik oder persönliche Befindlichkeiten. Es geht um Anstand, um Gemeinwohl, um Verantwortung.

Und das soll’s jetzt gewesen sein? Wenn ja, dann ist das ein Armutszeugnis für Lauterbach.

Yasmin Broghammer Lauterbach

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