Für einen Teil der Belegschaft im Rathaus in Schönwald werden neue Schreibtische angeschafft. Foto: Hans-Jürgen Kommert

Die Gemeinde Schönwald stattet drei veraltete Büroarbeitsplätze mit höhenverstellbaren Tischen aus. Bürgermeister Wörpel betont die Fürsorgepflicht.

In jüngster Sitzung des Gemeinderats erfolgte, trotz angespannter Haushaltslage, bereits die erste außerplanmäßige Ausgabe.

 

Die allerdings könnte vielleicht nur als Beginn gesehen werden, da es dabei um die körperliche Gesundheit der Rathaus-Mitarbeiter ging.

Bei der betriebsärztlichen Untersuchung Ende des vergangenen Jahres hatte der Betriebsarzt die Beschaffung von höhenverstellbaren Schreibtischen für die Büroarbeitsplätze angeregt.

Aktuell seien, so Hauptamtsleiter Andreas Herdner, lediglich drei Arbeitsplätze innerhalb der Verwaltung mit höhenverstellbaren Schreibtischen ausgestattet.

Drei haben Bedarf

Im Nachgang zur betriebsärztlichen Untersuchung wurde daher eine Umfrage innerhalb der Verwaltung bezüglich des Bedarfs an solchen Schreibtischen vorgenommen. Hierzu erhielt man drei Rückmeldungen wegen eines kurzfristigen Bedarfs.

Bei der Firma H²Office aus Zell am Harmersbach, die zuletzt die Arbeitsplätze im Bereich Marketing ausgestattet hatte, wurde ein entsprechendes Angebot für den Austausch der drei Arbeitsplätze eingeholt. Der Angebotspreis liegt hier bei 5605 Euro brutto, bei zwei Prozent Skonto.

Nichts im Haushalt eingeplant

Da die betriebsärztliche Untersuchung erst im vergangenen November stattfand, konnten für die Beschaffung keine Mittel im Haushalt eingeplant werden. Die Verwaltung würde dennoch vorschlagen, die entsprechenden Arbeitsplätze mit den höhenverstellbaren Schreibtischen zu versehen – zumal die bestehenden Schreibtische mehr als 30 Jahre alt seien. „Insgesamt sollte das Ziel sein, in den kommenden Jahren alle Arbeitsplätze mit höhenverstellbaren Schreibtischen auszustatten“, erklärte Herdner.

„Mittlerweile Standard“

Werner Breig (BLS), selbst in der Verwaltung tätig, stimmte dem uneingeschränkt zu – mittlerweile sei dies Standard an solchen Arbeitsplätzen. Vielleicht solle man in künftigen Haushalten einfach einen Betrag für solche Beschaffungen bereitstellen. Bürgermeister Christian Wörpel sah darin auch einen Teil der Fürsorgepflicht für Mitarbeiter. Der Gemeinderat beschloss diese Ausgabe einstimmig.