Die Gemeinde Jungingen präsentiert sich mit einem neuen Online-Auftritt, der sämtlichen Anforderungen gerecht werden soll.
Nichts ist schlimmer im weltweiten Netz als eine in die Jahre gekommene Homepage. Ganz in diesem Sinne hat die Gemeinde Jungingen ihren Auftritt jetzt kräftig runderneuert. Die Adresse ist selbstverständlich die alte: www.jungingen.de.
Neben einem erfrischenden Layout mit vielen Bildern aus dem gesamten Gemeindegebiet, lobt Bürgermeister Oliver Simmendinger die neue Internetseite als enormen Schritt nach vorn, was die technische Seite anbelangt. Das heißt, dass auf die vielen Smartphone-Nutzer und den kleineren Bildschirm Rücksicht genommen wird.
Beim Thema Barrierefreiheit hat die alte Internetseite die gesetzlichen Ansprüche längst nicht mehr erfüllen können. Die Texte müssen gut lesbar, von der Größe her einstellbar und auch mit einem sogenannten Screenreader (ein Programm, welches den Bilderschirm „vorliest“) lesbar sein, um nur mal einige Anforderungen zu nennen. Die Anbindung an das Service-Portal für Bürger „service-BW“ ist genauso selbstverständlich wie die Einhaltung der Regeln beim Datenschutz.
Neue Seite kann mit Effizienz punkten
Doch auch beim Thema Effizienz und Kosteneinsparung kann die neue Seite laut Pressemitteilung der Gemeinde punkten. Ein automatischer Datentransfer vom Redaktionssystem des Nachrichtenblattes hin zur Internetseite macht es den Mitarbeitern in der Verwaltung relativ einfach, im Grunde fast jeden Artikel im Nachrichtenblatt per Knopfdruck auf der Internetseite zu aktivieren.
Als weitere Besonderheit mit eher technischem Hintergrund greift die Internetseite an vielen Stellen auf das Tourismus- und Informationsportal des Landes und verschiedener Tourismusverbände zurück. So müssen gemeindliche Liegenschaften wie die Bäder, Turnhalle und andere nicht doppelt gepflegt werden, sondern sämtliche Informationen werden an einer Stelle gepflegt (mein-toubiz.de) und auf der Internetseite der Gemeinde lediglich angezeigt/eingebunden. Dies bringt vor allem auf lange Sicht große Vorteile, denn all diese Informationen können auch von anderen genutzt werden.
Budget sei aufgebraucht
Zu den Kosten: Der Gemeinderat hatte ein Budget von circa 15.000 Euro freigegeben. Zwei Drittel davon waren allein für den Dienstleister fällig. Rechnet man alles zusammen, sei das Budget ganz sicher auch aufgebraucht worden, schreibt Bürgermeister Oliver Simmendinger.
Der hat Projekt gezwungenermaßen selbst in die Hand genommen. Nicht nur, weil ihm das Thema „Internetseite“ als IT-Fachmann durchaus geläufig ist, sondern auch, weil es in der Verwaltung selbst praktisch keine freien Kapazitäten gab.
Im Rathaus herrsche keine Langeweile
„Einige sind zwar der Meinung, auf dem Rathaus gibt es keinen Stress oder gar Überstunden. Für Jungingen muss man jedoch eindeutig feststellen: Hier herrscht tagaus, tagein sicher keine Langeweile! Unsere Verwaltungs-, überwiegend Teilzeitkräfte haben ihre festen Aufgaben, die sie fordern und auslasten.
Denn „obendrauf“ komme mit ständig neu aufkommenden Vorschriften oder Themen auch so schon genug: die Aufnahme und Versorgung unserer Geflüchteten in der Gemeinde, ständig neue Vorschriften im Bereich Kindergarten, Schule, Standesamt und vieles mehr. Und dazu noch die eigenen Projekte.
Auch bei der Internetseite hätten alle ihren Teil zum Gelingen beigetragen, betont der Schultes. Simmendinger: „Das ist mir wichtig zu betonen – es ist eine Teamleistung!“ Und die kommt offenbar an: „Ich hoffe, die neuen Seiten, die auch in den kommenden Wochen und Monaten noch weiterwachsen werden, gefallen unseren Bürgerinnen und Bürgern.“