Durch die neuen Sprossenfenster nach historischem Vorbild auch in den oberen Geschossen erkennt man, dass sich das Bild des denkmalgeschützten Rathauses verändert und sich nach Einschätzung von Architekt Reiber auch optisch verbessert. Foto: Architekt Martin Reiber

Der Vöhrenbacher Gemeinderat hat die Arbeiten für die Sanierung der Fenster vergeben. Den Auftrag erhielt die Firma Rombach aus Schonach.

Vöhrenbach - Vergeben hat der Vöhrenbacher Gemeinderat die Arbeiten für die Rathausfenster im Rahmen der Sanierung. Architekt Martin Reiber führte aus, dass nach Vorgaben des Denkmalamtes die Fenster mit Sprossen wieder die Optik bekommen sollen, wie sie das Rathaus früher zeigte. Dies sei für das Rathaus nicht zuletzt eine optische Aufwertung.

Ausgeschrieben wurden Fenster in der Holzart Dichte/nordische Kiefer. Bei einem denkmalgeschützten Gebäude wie dem Vöhrenbacher Rathaus sind Holzfenster Pflicht. Eine besondere Auswirkung auf die Optik hat aber die vom Denkmalamt geforderte Einteilung der Fenster mit Sprossen, wie sie auf alten Fotovorlagen zu finden ist. Vorgegeben ist auch die Breite des Holzes bei den Fenstern. Außerdem wird an besonders exponierten Stellen eine Sonnenschutzverglasung genutzt. Alle Fenster haben eine dreifach-Isolierverglasung mit einem U-Wert der ganzen Fenster mit 1,0.

Ausschreibungsergebnis liegt nach Meinung des Architekten im Rahmen

Sieben Firmen wurden zur Abgabe eines Gebotes aufgefordert, drei Angebote gingen ein. Den Auftrag erhält die Firma Rombach aus Schonach mit dem günstigsten Preis von 265 500 Euro. Die Kostenberechnung für diese Arbeiten lagen bei 244 000 Euro. Angesichts der enorm angestiegenen und stark schwankenden Preise liegt das Ausschreibungsergebnis nach Meinung des Architekten im berechneten Rahmen.

Gleichzeitig verzichtet man in Absprache mit der Firma Rombach und den Architekten im Erdgeschoss auf die einbruchhemmende Verglasung, denn die größte Schwachstelle im Erdgeschoss ist die denkmalgeschützte Eingangstür. Dies ergab Einsparungen von 6000 Euro. Nach Rücksprache mit der Firma Rombach kann man auch auf den Ersatz der Naturstein-Fensterbänke für 39 000 Euro verzichten, da auch mit diesen Fensterbänken ein dichter Abschluss möglich ist. Die Firma hat zugesagt, mit den Arbeiten Anfang Oktober zu beginnen.

Barrierefreier Zugang über den Aufzug auf der Rückseite

Angesprochen wurde in diesem Zusammenhang von Susanne Dorer, CDU, der geplante barrierefreie Eingang auf der Seite zur alten Post, der nach den neuen Plänen für die Fenster offensichtlich nicht mehr geplant wird. Architekt Martin Reiber erläuterte, dass dieser Zugang wegen des Denkmalschutzes nicht möglich ist. Der barrierefreie Zugang wird über den Aufzug erfolgen, den man auf der Rückseite des Rathauses ebenerdig auch mit einem Rollstuhl betreten kann. Der Aufzug wird dann genutzt, um den Höhenunterschied zur Ebene des Erdgeschosses, in dem sich das Bürgerbüro befindet, zu überwinden.