Foto vor ihrer neuen Wirkungsstätte: Die neue Stadtkämmerin Blanka Amann zusammen mit Michael Rieger (links) und Giovanni Costantino. Foto: Schuster

Bereits seit August 2020 war diese wichtige Stelle in der Verwaltung unbesetzt – jetzt hat die Stadt eine Nachfolgerin für den seinerzeit ausgeschiedenen Stadtkämmerer Stephan Fix gefunden

St. Georgen - Die neue Managerin der städtischen Finanzen heißt Blanka Amann. Sie stammt aus Villingen, ist 55 Jahre alt, verheiratet und hat eine Tochter.

Bürgermeister Michael Rieger stellte die neue Kämmerin gemeinsam mit Giovanni Costantino, dem Leiter der Abteilung Zentrale Steuerung und Dienste, im Rathaus vor. Rieger erläuterte zunächst die Gründe für die relativ lange Vakanz an der Spitze der Stadtkämmerei. Es habe keineswegs an Bewerbern für die Stelle gemangelt. Aber man habe sich, so der Bürgermeister, einfach die Zeit für die Suche nach einer geeigneten Mitarbeiterin genommen. Natürlich sei die fachliche Eignung zunächst Voraussetzung dafür, um überhaupt als Kämmerer arbeiten zu können. Es gehe bei der Auswahl für eine solch anspruchs- und verantwortungsvolle Tätigkeit aber auch vor allem darum, jenseits dieser obligatorischen Voraussetzungen die richtige Person für St. Georgen zu finden. Seine Frage an die Bewerber lautete deshalb zunächst immer: "Warum haben Sie sich für diese Position beworben?"

Es genüge eben nicht, mit Zahlen umgehen zu können und die einschlägigen Gesetze und Richtlinien zu kennen. Ein Stadtkämmerer müsse auch Generalist sein und die Gesamtzusammenhänge der Kommune im Blick haben, so das Stadtoberhaupt. Blanka Amann habe auch diesbezüglich einen super Eindruck gemacht, es habe eben alles gepasst.

Insgesamt drei Ausschreibungen für die Stelle

Der Gemeinderat sah dies wohl ähnlich. Das Gremium habe eine eindeutige Entscheidung zugunsten von Blanka Amann getroffen, so Giovanni Costantino – in der Verwaltung auch zuständig für Personalangelegenheiten.

Es habe insgesamt drei Ausschreibungen für die verbeamtete Stelle des Kämmerers gegeben. "Wir legen schon Wert auf einen in Finanzangelegenheiten eher ›konservativen‹ Kämmerer", erklärte Michael Rieger, gemäß dem Motto, lieber Negativzinsen für Rücklagen zu zahlen, als finanzielle Experimente einzugehen. Für die Stadt stünden in den kommenden Jahren wichtige Infrastrukturvorhaben an. Er nannte etwa die Millionenprojekte Innenstadtsanierung, "Roter Löwen" und weitere große Aufgaben.

Als Antwort auf eine entsprechende Frage machte Rieger deutlich, dass man sich bei der klaren Entscheidung für Amann allein am Leistungsprinzip, nicht am Geschlecht des Bewerbers, orientiert habe.

Zu ihrem beruflichen Werdegang erklärte die neue Kämmerin, dass sie im Rahmen ihrer Ausbildung seinerzeit auch hier bei der Stadtverwaltung eingesetzt gewesen sei. Anschließend habe sie lange Zeit bei der Stadtverwaltung Villingen-Schwenningen gearbeitet und sei dann beim Landratsamt Schwarzwald-Baar als Facharbeiterin in der Kämmerei beschäftigt gewesen. Bezug nehmend auf die von ihrem neuen Chef erwähnten umfangreichen kommunalen Vorhaben, meinte sie, ihre neue Aufgabe hier in der Bergstadt verspreche spannend zu werden. Sie freue sich sehr darauf.

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