Ein neues Telefonsystem wird benötigt.(Symbolfoto) Foto: Pixabay/andreruiz

Für die Telefonanlage der Verwaltung ist die Ersatzteilversorgung nicht mehr gewährleistet. Jetzt steht die Umstellung des Systems an.

Bevor die Sitzung des Gemeinderats Schönwald am Dienstag begann, hatte Adalbert Oehler Anlass für eine kurze Ansprache.

 

Wöpel nun dreifacher Vater

Als erster Bürgermeisterstellvertreter gratulierte er dem Rathauschef Christian Wörpel, der erst kurz zuvor zum dritten Mal Vater geworden war. Dieser erklärte im Anschluss, dass die Kommune ab sofort mit einem genehmigten Haushalt arbeiten könne – allerdings sei die Liste der Kommentare der Rechtsaufsicht außergewöhnlich lang. Nichts desto trotz ging es danach darum, Geld auszugeben: Das Telefonsystem der Verwaltung sei zwar „erst“ etwa elf Jahre alt, dennoch müsse man ein neues beschaffen. Gründe dazu führte Harald Hafner genügend an: Die Herstellerfirma habe bereits 2020 mitgeteilt, dass die Business-Communications-Sparte eingestellt werde, der damalige Lieferant habe eine Ersatzteilversorgung bis 2023 garantiert. „Sollte jetzt etwas kaputt gehen, wäre die Anlage mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr reparabel“, erläuterte der Kämmerer, der auch für EDV und solche Anlagen zuständig ist in der Verwaltung. Zudem sei der Support für die Software abgelaufen, ein Update auf eine neuere Version, die mittlerweile nicht mehr dauerhaft zuverlässig laufe, koste rund 3000 Euro. Um dem entgegenzuwirken, will die Gemeinde nun auf ein neues Telefonsystem umsteigen.

Support für die Software abgelaufen

Nach Abwägung der Möglichkeiten habe man sich auf ein System auf Basis 3CX entschieden, das als virtuelle Maschine auf dem Server der Gemeinde laufen soll. Insbesondere bei den laufenden Kosten sei dies die günstigste Alternative. Ein vorliegendes Angebot belaufe sich auf monatliche Kosten von 108 Euro für Betrieb und Wartung. Ein vergleichbares Angebot einer namhaften Firma koste monatlich 300 Euro, die Telekom biete eine ähnliche Konstellation für rund 430 Euro an.

Mit Headsets für besseren Komfort ausgestattet

Durch interne Vernetzung zwischen Rathaus und Kindertagesstätte St. Antonius könne deren eigener Anschluss entfallen, der dann über die bestehende Glasfaserverbindung am Rathaus hänge – die Rufnummer bleibe dennoch erhalten. Die bisherige CTI (Computer Telephony Integration), also die bestehende Verbindung zwischen Computer und Telefon, bestehe weiterhin, eine zusätzliche Software sei nicht nötig. Allerdings müssten neue Telefone beschafft werden, die auch mit Headsets für besseren Komfort bei längeren Gesprächen ausgestattet würden.

Dazu brauche es für die (analogen) Faxanschlüsse noch Analog-Adapter und für die Stromversorgung der Apparate einen PoE-Switch – zusammen laut Angebot 7146 Euro. Man beschaffe nichts Übertriebenes, vielmehr gute Mittelklasse, so Hafner. Die Einrichtung des Systems und die Schulung der Mitarbeiter kommen auf 300 Euro. Im Haushalt stünden 10 000 Euro zur Verfügung – mithin eine Punktlandung, befand der Bürgermeister. Der Gemeinderat erteilte dem einstimmig sein Einvernehmen.