Nach wie vor gibt es Unstimmigkeiten im Rathaus. Foto: Dold

Kritischen Fragen musste sich Bürgermeister Jürgen Leichtle bei der Einwohnerfragestunde im Gemeinderat stellen.

Den Anfang machte Ansgar Fehrenbacher. Er stellte den Antrag, zwei Tagesordnungspunkte der Sitzung zu vertagen. Bei diesen ging es um die Zustimmung zu den Protokollen der Gemeinderatssitzungen vom 8. Dezember und 19. Januar. Bei diesen Protokollen gebe es Ungereimtheiten, meinte Fehrenbacher. Das Gremium schloss sich diesem Antrag einstimmig an.

 

Angelika Nagel wollte anschließend in der Einwohnerfragestunde wissen, wer entschieden habe, dass die Verleihung der Bürgermedaille an Manfred Renn gehe. Die Verleihung befürworte sie, aber die Vorgehensweise interessiere sie. „Das wurde im Gemeinderat so besprochen“, sagte Bürgermeister Jürgen Leichtle.

Warum das im Vorfeld geheim gehalten worden sei, bohrte Angelika Nagel weiter. Die Familie Renn, so Leichtle, habe von der Verleihung gewusst. Man habe das ansonsten bewusst als Überraschung halten wollen.

Fragen abgeschmettert

Verena Oehl berichtete ebenfalls in der Einwohnerfragestunde von einem Gespräch mit Leichtle, in dem sie keine zufriedenstellenden Antworten auf ihre Fragen erhalten habe. Sie stellte einen Vergleich mit ihrer Tätigkeit als Gemeindereferentin an. Wenn sie gefragt werde, ob man katholisch oder evangelisch heiraten dürfe, dann würde laut Verena Oehl die Antwort im Duktus von Leichtle lauten: „Das können Sie im Kirchenrecht nachlesen. Wir haben da geltende Strukturen“. Das sei ungefähr das gleiche Prinzip, kritisierte sie.

Keine Antworten

Emile Epagna meldete sich ebenfalls zu Wort. Er bemängelte, dass Leichtle Fragen abschmettere und sich hinter Paragrafen verstecke. „Das ist nicht gut“, sagte er. Schließlich wolle man, dass es der Gemeinde Lauterbach gut gehe und dass es voran gehe.

Er müsse sich an Strukturen halten, entgegnete Leichtle. „Es gibt Fragen, aber keine Antworten“, sagte Emile Epagna hierzu.

Diese Antworten könnten auch in der folgenden Sitzung gegeben werden, ergänzte Martin King.