Das „Buch“ Dobel schließen wird Hauptamtsleiterin Katrin Strauch in gut zwei Monaten. Foto: Gegenheimer

Katrin Strauch verlässt Ende April das Hauptamt im Dobler Rathaus. „Die Jahre hatten es in sich“, stellt sie fest. Die Stelle ist mittlerweile ausgeschrieben.

Jetzt gibt es im Dobler Hauptamt noch vor dem Rechnungsamt einen Wechsel: Katrin Strauch verlässt Dobel Ende April, die Stelle ist ausgeschrieben. Zielstrebig, kompetent, selten aus der Ruhe zu bringen, loyal ihrem Arbeitgeber gegenüber, dabei immer freundlich, aber auch mit Autorität, so kennt man die Dobler Hauptamtsleiterin.

 

Ratsinfosystem eingeführt

Strauch hat das Hauptamt in den vergangenen fünf Jahren auf Spur gebracht. Angetreten mit gerade einmal 23 Jahren, hat sie die Verwaltung „ins Digitalzeitalter geführt“.

Lange Abende

Sie hat unter anderem das Ratsinfosystem eingeführt, ist aber auch nicht zurückgeschreckt davor, etwa uralte Satzungen zu entstauben.

Mit der Schömbergerin steuerte das Hauptamt nach zwei schnellen Wechseln wieder in ruhigere Gewässer. Doch genau hier liegt auch ein Knackpunkt: Routine kehrte trotz aller Anstrengung für die Hauptamtsleiterin selbst keine ein. „Die Jahre hatten es in sich“, sagt sie. Corona, Energiekrise, vermehrte Flüchtlingsunterbringung, Bürgerentscheid – immer wieder neue, außerordentliche Projekte, die mit Überstunden und langen Abenden einhergingen.

„Das Hauptamt hat sich sehr dynamisch gezeigt“, formuliert es Strauch selbst diplomatisch.

Große Verwaltung

Zum Mai dieses Jahres wechselt sie ans Landratsamt Enzkreis in Pforzheim und übernimmt dort eine Sachgebietsleitung. Ebenfalls mit Führungsverantwortung, aber eine neue, andere Art von Herausforderung in einer großen Verwaltung. Die sie gerne annimmt und nicht wirklich traurig ist, wenn die Arbeitszeiten etwas geregelter sind.

„Mir ist bewusst, dass die Zeit ungünstig ist für Dobel“, sagt die Noch-Amtsleiterin im Wissen um den im Herbst nahenden Ruhestand von Kämmerer Jürgen Gall, „ich werde an Projekten abschließen, was geht. Ich hinterlasse ein gut aufgestelltes Amt.“