Natalie Monzert (links) und Esther Gerken kamen als frischgebackene Mamas damals auch in das Elterncafé. Jetzt helfen sie bei dem Projekt mit. Foto: Manuel Virág

Zusammenkommen und Rat für ihre kleinen Zwerge bekommen – das können junge Eltern regelmäßig im Elterncafé der Stadt Altensteig. Die Idee entstand ganz zufällig.

Munter kramen kleine Hände in der aufgestellten Spielkiste im katholischen Gemeindehaus herum. Während sie mit den Kids spielen, können sich die Mamas und Papas im Altensteiger Elterncafé parallel über alles austauschen, was ihnen auf dem Herzen liegt.

 

Jeden Mittwoch von 9.30 bis 11 Uhr stehen die Türen des Gemeindehauses für das Elterncafé offen. Dabei können die Besucher frei entscheiden, wann sie kommen und gehen, erläutert Helferin und Hauptorganisatorin Esther Gerken.

Auslöser war ein gemeinsames Frühstück

Die Idee für den Elterntreff ist vor etwa zwölf Jahren entstanden, erinnert sich Gerken. Sie sei damals durch ein einmaliges gemeinsames Brezel-Frühstück aufgekommen, bei dem alle Eltern eingeladen wurden, die nach der Geburt schonmal Besuch von den städtischen Familienbesucherinnen bekommen haben.

Der Grundgedanke sei damals gewesen, einen Ort zu schaffen, an dem sich junge Eltern begegnen und untereinander über ihre Erfahrungen und Ratschläge austauschen können, erklärt Gerken.

Das Frühstück habe so viele positive Rückmeldungen bekommen, dass sich die Organisatorinnen und die Stadt Altensteig dazu entschlossen, das Projekt künftig regelmäßig zu veranstalten. Das Elterncafé war geboren.

Fach-Vorträge und Austausch

Später kam die Idee auf, neben dem offenen Austausch auch Fach-Vorträge anzubieten, bei denen sich die Eltern von Ärzten, Erziehern oder anderen Experten kostenlos Tipps und Tricks für den Umgang mit ihrem Kleinkind holen können.

Beim jüngsten Elterncafé- Vortrag stellte Zahnärztin Carolin Götz-Dingler den Besucherinnen die besten Tipps zum Thema Zahnpflege vor. Foto: Manuel Virág

Die Themen der Vorträge sind dabei breitgefächert: Vom Stillen über Elterngeld bis hin zu Trauerbewältigung ist so gut wie jeder Bereich abgedeckt. Nach dem Vortrag haben die Eltern Zeit, sich mit dem jeweiligen Referenten auszutauschen.

Außer den Referenten haben die Eltern im Café noch weitere kompetente Ansprechpartner: Die insgesamt sieben Helferinnen sind selbst Mamas und waren nach der Geburt als Besucherinnen im Elterncafé, klärt Gerken auf.

Hin und wieder gibt es Ausflüge

Im wöchentlichen Wechsel mit den Vorträgen geht die Gruppe außerdem gemeinsam auf den Spielplatz in Altensteigdorf, fügt Helferin Nathalie Monzert hinzu.

Während die Kinder spielen, können sich die Eltern über ihre Erfahrungen austauschen. Foto: Manuel Virág

Außerdem organisieren die Helferinnen gelegentlich Ausflüge, beispielsweise auf einen Bauernhof oder eine Feuerwache. „Da durften sich die Kinder auch mal ins Feuerwehrauto setzen oder die Tiere streicheln“, erinnert sich Gerken mit einem Schmunzeln zurück.

Stabile Familien stärken die Gesellschaft

Von den Besuchern bekomme das Elterncafé bisher viel gutes Feedback, berichtet Gerken. „Viele sind dankbar, dass sie gestärkt und beraten werden“, erzählt sie. Gerade für zugezogene Familien sei das Café der optimale Ort, um sich in die Gemeinde einzugliedern.

„Unser Ziel ist es, gesunde und starke Familien hervorzubringen“, so Gerken. Stabile Familien und Kinder stärkten die Gesellschaft, meint sie. Für alle jungen Eltern mit Kindern von null bis drei Jahren haben Gerken und Monzert eine Nachricht: „Kommt her, wir können euch vernetzen!“