Zur Problematik der immer wieder auftretenden Unfälle sogenannter „illegaler Raser“ schreibt uns unser Leser Rolf Scheerer aus Altensteig seine Meinung
Die so genannten Wollhaus-Raser oder die Ludwigsburg-Raser gibt es auch in der Altensteiger Bahnhofstraße. Seit Jahren jagen immer wieder (hauptsächlich abends) hochmotorisierte Fahrzeuge mit brachialer Geschwindigkeit und krachenden Abgas-Anlagen aus der Innenstadt heraus. Diese Typen können sich das in Altensteig erlauben, denn es gibt keine Polizei (keine Blitzer), die sich für diese illegalen Straßenrennen interessiert.
Die Altensteiger Stadtverwaltung samt Gemeinderat hat seit Jahren auch keinen Plan, und der Messdienst vom Landratsamt Calw ist überlastet und kann nicht gleichzeitig überall sein und würde um diese Uhrzeit sowieso nicht mehr zur Verfügung stehen. Wer mit fast 100 Stundenkilometern immer wieder durch eine Tempo-30-Zone donnert, geschehen wieder am Freitagabend (10.4.2026) in der Altensteiger Bahnhofstraße kurz nach 22 Uhr und um 22.40 Uhr nochmals, macht das meiner Meinung nach vorsätzlich und mit voller Absicht. Konsequenzen wären gewesen drei Monate Fahrverbot, zwei Punkte und 700 Euro Bußgeld.
Aber diese Typen schrecken vor nichts zurück und wenn es noch so viele Tote gibt in Deutschland.
Man muss sich einfach nur fragen, warum die das in Altensteig in der Bahnhofstraße schon seit Jahrzehnten durchziehen können, und man auf dem Altensteiger Rathaus nicht mal annähernd eine Idee hat, wie man die 200 Meter zwischen EDEKA und Kemmler aufwerten und verkehrsberuhigter machen könnte, damit diese Idioten ihre PS-starken Fahrzeuge nicht mehr so hochjagen können. Es gibt genug Mittel und Wege, wie man sowas gestalten könnte, aber in Altensteig klappt es halt nicht, es ist einfach nur ein trauriges Bild für unsere Stadt.
Rolf Scheerer, AltensteigSchreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.