Erich Ludin vom Altweiler Schlössli hat sich in seinem Freundes- und Bekanntenkreis einen Namen als Bewahrer alter Tomatensorten gemacht.
Seit vielen Jahren versorgt der Weiler zahlreiche Gartenfreunde mit seltenen Tomaten- und Paprikasetzlingen.
Der leidenschaftliche Hobbygärtner pikiert jedes Jahr rund 500 Tomaten-Pflänzchen von kleinen Cocktailtomaten bis hin zu großen Fleischtomaten, wovon er 150 bis 200 für sich behält.
Im Mittelpunkt stehen 19 alte Tomatensorten in den Farben Gelb und Orange über kräftiges Rot bis hin zu Brauntönen, die sich deutlich von modernen Hochleistungssorten unterscheiden.
Empfindlich bei feuchtem Wetter
Zwar bringen sie weniger Ertrag, eignen sich nicht als Massenware und reagieren empfindlicher auf feuchtes Wetter – doch geschmacklich seien sie mit ihrem intensiven Aroma kaum zu übertreffen: „Sie schmecken wie die Tomaten aus meiner Kindheit“, beschreibt Erich Ludin den Unterschied.
Zu den besonderen Raritäten zählen unter anderen die süß-fruchtige Berner Rose mit ihrer dünnen Haut, die bewährte San Marzano für aromatische Soßen, die französische Fleischtomate Orange à Gros Fruits sowie die ovale, rote Cocktailtomate Baselbieter Röteli aus dem Baselbiet.
Setzlinge können jetzt ins Freie
Nach den Eisheiligen beginnt nun die wichtigste Zeit für die Pflanzen. Die empfindlichen Setzlinge können jetzt ins Freie gesetzt werden. Auch bei Erich Ludin wandern die liebevoll vorgezogenen Setzlinge jetzt aus seinem Gewächshaus zu seinen Freunden und Bekannten, sowie in den eigenen Garten. Das ist der Start in eine Gartensaison voller Vielfalt, Geschmack und gelebter Tradition.
Alte Tomatensorten: Cocktail, Kremser Perle, Gelbe Olga, Schwarze von der Krim, Amish Paste, Brandywine, Moneymaker, Baselbieter Röteli, Berner Rose, Zürcher Fleischtomate, Marmande, St. Pierre, Orange à Gros Fruits, San Marzano, Rondobella, Ochsenherz, Andenhörnchen, Königin von Sainte Marthe und Rote Birnenförmige von Schwanden