Auch der Nationalpark präsentiert sich auf der Gartenschau „Tal X“ mit einem bunten Programm. Was die Besucher erwartet.
Nationalpark und Gartenschau? „Manche Menschen wundern sich vielleicht erstmal, weil unser Motto ja Natur Natur sein lassen ist und wir uns daher nicht ums Gestalten von Gärten kümmern“,wird Charly Ebel, Leiter Besucherinformation im Nationalpark Schwarzwald, in einer Pressemitteilung des Parks zitiert.
Für ihn passt beides trotzdem richtig gut zusammen. Erstens sei das Großschutzgebiet eng verbunden mit der Nationalparkregion. „Da ist es für uns natürlich selbstverständlich, dass wir uns einbringen, wenn Baiersbronn und Freudenstadt Gastgeber der Gartenschau sind“, wird Ebel weiter zitiert. Und zweitens habe der Nationalpark im Wilden Eck bei Christophstal genau den passenden Platz gefunden. „Schließlich gibt es in vielen Gärten auch ungenutzte oder wildere Bereiche, die für die Artenvielfalt sehr wertvoll sind – da können wir einige Inspirationen geben.“
Abwechslungsreiches Programm
„Wir haben hier ein richtig tolles Programm geplant – mit Rangertalks, Science-Weekends und ganz viel Expertenwissen“, wird Andreas Braun, der den Nationalpark-Auftritt vor Ort - unterstützt von freiwilligen Helferinnen und Helfern - managt, zitiert. Der Vorsitzende des Nationalparkbeirats sieht ebenfalls viele Verbindungsbrücken zwischen beiden Welten. Als Tourismuschef des Landes habe er die zum Teil starken Vorbehalte im direkten Umfeld des Nationalparks nie wirklich verstehen können, so Braun. 15 Jahre führte er die Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW), bevor er Ende vergangenen Jahres in Rente ging. „Ich kenne in anderen Ländern keinen Touristiker, der ein Problem mit Naturschutzgebieten hat. Das lässt sich doch wunderbar vermarkten“, wird Braun zitiert.
Sein Herz schlug schon lange vor der Gründung für die Idee eines Nationalparks im Ländle. Und so sei er auch gleich bereit gewesen, die Nationalparkhütte im wilden Eck an sieben Tagen die Woche zu betreuen. Er habe doch jetzt viel Zeit. Und diese wolle er gerne einsetzen, um in vielen Gesprächen im Wilden Eck Verständnis und Interesse für den Nationalpark zu wecken.
„Besonders spannend wird es an vielen Donnerstagen“, verrät Braun in der Mitteilung. „Da werden wir nachmittags regelmäßig Expertinnen und Experten aus dem Nationalparkteam zu Gast haben, die uns spannende Einblicke in ihre Forschung geben oder für Fragen bereitstehen.“ Das genaue Programm ist auch im Veranstaltungskalender auf der Nationalpark-Website zu finden. Ein kleines Hindernis könnte für manche Gäste die etwas abgelegene Lage sein, so Braun. „Aber es gibt ja regelmäßige Shuttlebusse und zu Fuß oder mit dem Rad sind wir natürlich auch gut erreichbar.“ Nur öffentliche Parkplätze gibt es keine im Wilden Eck, dafür einen nagelneuen Kinderspielplatz direkt nebenan. Beste Voraussetzungen also für einen schönen Familienausflug.
Dienstags lädt das Wildnisbildungsteam ein
„Dienstagnachmittags sind wir ab 14.30 Uhr immer mit dem Wildnisbildungsteam vor Ort“, kündigt Sebastian Schwab, Leiter der Wildnisbildung im Nationalpark, in der Mitteilung an. Ebenfalls mit vielen spannenden und kreativen Angeboten. „Wir laden zum Beispiel zu einer Kräuterwerkstatt ein, basteln wilden Schmuck aus Naturmaterialien oder auch Mobiles“. Und sein Team kann natürlich auch richtig gut erklären, warum Wildnis wertvoll für die Natur ist.