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Rangendingen "Wetterfrosch" steigt im Rössle ab

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Harry Röhrle erklärte den Landfrauen in Rangendingen seine Arbeit als "Wetterfrosch" beim SWR-Fernsehen. Dafür gab es selbst gemachte Nudeln der Ortsgruppen-Vorsitzenden Heidrun Wannenmacher. Fotos: Beiter Foto: Schwarzwälder Bote

Wie man es macht, dass jeden Tag die Sonne scheint, wusste auch Harry Röhrle nicht zu sagen. Doch dafür konnte der "Wetterfrosch" des SWR-Fernsehens den Landfrauen im Rössle die Arbeit eines Wetterreporters anschaulich beschreiben.

Rangendingen. Kurz bevor Röhrle in Rangendingen bei den Landfrauen aufschlug, war er noch bei "Kaffee oder Tee" im SWR-Studio auf Sendung, wie er erklärte. "Mein Mann hot an g’sea", konnte dies eine Besucherin bestätigen. Noch nicht einmal abgeschminkt sei er, scherzte Röhrle mit den Besucherinnen seines Vortrags, in dem er erklärte, wie "das Wetter ins Fernseh" kommt.

Röhrle wohnt in Gomaringen und arbeitet im SWR-Studio in Tübingen. Er ist einer der fünf Wetterreporter des SWR-Fernsehens, die allabendlich in der Landesschau das Wetter journalistisch aufarbeiten. "Wir sind alle keine gelernten Meteorologen", gibt er freimütig zu – "doch dafür sind wir alle Wetternarren." Als Journalisten würden sie das Wetter als "Geschichten mitten aus den Elementen heraus" erzählen – kompliziertes Wissen einfach und verständlich für den Zuschauer aufbereitet, so Röhrle.

Was in der vierminütigen Wettervorhersage so leicht aussehe, beschrieb der "Wetterfrosch" als aufwendige Arbeit. "Unser Tag ist oft ziemlich lang", erzählte er. "Wir gehen jeden Tag raus in die Natur und zeigen Baden-Württemberg, wo’s am schönsten ist."

Um im Sommer den Sonnenaufgang beispielsweise in der Kurpfalz einzufangen, müssten er und sein Sendeteam morgens um drei Uhr aus den Federn. Dann werde gedreht – so lange, "bis wir zufrieden sind", was unter Umständen ziemlich lange dauern und anstrengend sein könne.

Schneiden, die Spur besprechen, und dann eventuell noch einen Live-Auftritt bei "Kaffee oder Tee": Bis alles fertig im Kasten und auf Sendung ist, sei oft später Nachmittag. Und das Ganze bei buchstäblich jedem Wetter. Denn schließlich wollten sie dieses ja zeigen wie es gerade sei, meinte Röhrle.

"Das Wetter" sei die Nummer Eins in der Landesschau und generiere der Sendung die meisten Zuschauerzahlen – was ihm bei Menschen im Ländle eine gewisse Popularität verschafft habe. "Ich kann kaum noch unerkannt über einen Marktplatz laufen", scherzte Röhrle. Doch das sei nicht schlimm, da er in vielen Gesprächen auch wichtige Rückmeldungen für seine Arbeit bekomme.

"Wie lange im Voraus können Sie das Wetter sicher voraussagen", lautete am Ende die Frage einer Zuschauerin. "Wetter ist immer Chaos-Theorie", gab Röhrle zur Antwort. Eine Vorhersage sei immer eine Deutung von tausenden Daten, welche den Wetterfröschen von den unterschiedlichsten Quellen zur Verfügung gestellt würden. Dabei gebe es verschiedene Modelle, nach denen gerechnet werde und entsprechend verschieden könnten auch die Prognosen ausfallen.

"Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen", stellte Röhrle fest. Für den nächsten Tag liege die Trefferquote bei 90 Prozent, bei drei Tagen immerhin noch bei 70. Darüber hinaus werde es schwierig. "Doch meist liegen wir auf der richtigen Spur." Meistens stimme die Vorhersage mit dem tatsächlichen Wetter ja auch überein, "muss man auch mal loben", konnte dies eine Besucherin bestätigen.

Und wenn mal nicht: "Ich lass mach gern auch mal vom Wetter überraschen", gab der Wetterfrosch zur Antwort. Zwar lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt der kommende Winter niemals seriös vorhersagen. Doch dass der Klimawandel Veränderungen mit sich bringe, sei bereits heute zu erkennen. Da wurde Röhrle dann doch ziemlich deutlich: "Wir sind da mittendrin."

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