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Rangendingen Volkstrauertag ist "notwendiges Zeichen" für den Frieden in der Welt

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In Bietenhausen und in Rangendingen (rechts) wurde am Volkstrauertag an die Toten von Krieg und Gewalt erinnert. Die Veranstaltungen wurden von den Musikvereinen sowie vom Sängerbund umrahmt. Fotos: Beiter Foto: Schwarzwälder Bote

Rangendingen/Bietenhausen. An den Ehrenmalen der Gefallenen in Rangendingen und Bietenhausen wurde am Sonntag der Opfer aus Kriegen, Gewalttaten sowie Terror und Verfolgung gedacht.

Mit dem Choral "Bewahre uns Gott" trug der Sängerbund Rangendingen zum Gedenken an die Opfer und Toten bei. Die Fahnenabordnungen der Vereine sowie die Musikvereine aus Rangendingen und Bietenhausen nahmen ebenfalls an den beiden Gedenkfeiern teil.

In Bietenhausen hielt eine Abordnung der Freiwilligen Feuerwehrabteilung eine Mahnwache am Ehrenmal. Ortsvorsteher Josef Pfister sprach zu den Anwesenden und erinnerte wie in Rangendingen Bürgermeister Johann Widmaier an die Opfer der Kriege und Gewaltherrschaften.

In Anbetracht der Millionen Kriegstoten sei das Gedenken am Volkstrauertag ein "notwendiges Zeichen" für den Frieden, mahnten die beiden Redner. Die grauenhaften Geschehnisse der NS-Herrschaft machten auch heute noch eine Versöhnung vor allem mit der polnischen Bevölkerung sehr schwer, sagte Widmaier. Dort gäbe es kaum eine Familie, die nicht vom Zweiten Weltkrieg und der deutschen Besatzung betroffen gewesen sei.

Unter dem Leitsatz "Versöhnen über den Gräbern – Arbeit für den Frieden" leisteten seit 1953 unter dem Dach des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge tausende Jugendliche wichtige Versöhnungs- und Verständigungsarbeit in ganz Europa, die "gerade heute wichtig wie nie zuvor" sei, so Widmaier. Deutschland stehe in der Verantwortung und habe die Aufgabe, sich um friedliche Lösungen von Konflikten und für ein friedliches Miteinander der Völker zu sorgen und sich dafür einzusetzen, so seine Mahnung.

Das Totengedenken wurde von Ministranten der St. Gallus-Gemeinde gesprochen. Den Segen sprach in beiden Gemeinden Pater Erwin Wieczorek. Innere und äußere Mauern zwischen Menschen ließen Entfremdung, Hass, Not und Feindschaft und schließlich Krieg und Elend entstehen, sagte Pfarrer Frank Steiner von der evangelischen Gemeinde.

Auch Christen würden die "Versuchung der vermeintlichen Sicherheit von Mauern" kennen, die sie im Laufe ihrer Geschichte bis heute errichteten. Doch heiße es in der Bibel: "Mit meinem Gott überspringe ich Mauern", womit es allerdings lange nicht getan sei, so Steiner. Über die Bereitschaft hinaus, Mauern niederzureißen oder zu überspringen müssten die Menschen ihr Misstrauen überwinden und Vertrauen aufbauen.

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