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Rangendingen Nächstes Jahr wird der Most knapp

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Dank zwei Zentner Bodensee-Äpfel musste das Schaumosten für die Kinder beim Mostfest in Rangendingen nicht ausfallen. Zu Musik des Duos Frauenpower genossen die Gäste erstmals in der Aula ein paar gemütliche Stunden. Foto: Beiter Foto: Schwarzwälder Bote

Das Experiment des Obstbauvereins Rangendingen mit seinem Mostfest in der Schulmensa kann als geglückt angesehen werden – auch wenn es sicher Luft nach oben gibt. Doch daran ist allenfalls das Wetter schuld.

Rangendingen. Regen können die Obstbauern zwar fast immer gebrauchen. Dass er dann ausgerechnet fast den gesamten Samstag niederprasselte, fanden sie wegen ihres Mostfestes dann aber doch ein wenig schade. Denn deswegen konnten die Gäste dieses Jahr einzig drinnen Platz nehmen – zum ersten Mal in der Schulmensa, was wegen der Vorteile ein kleiner Trost war. Möglich war dies geworden, weil die katholische Kirchengemeinde mit ihrem Pfarrfest ins Gallushaus ausgewichen war.

"Für uns ist das alles wesentlich geschickter und praktischer hier – die Küche, die WC-Anlagen und auch der leichtere Auf- und Abbau", nannte der Vorsitzende Manfred Beiter den Grund für den Umzug des Festes vom Stuhllager in die Mensa. Sonst blieb eigentlich alles beim Altbewährten. Es gab Livemusik des Gesangsduos "Frauenpower" mit Ursel Lerch und Sabine Leins, selbst gebackenen Kuchen und Beeten, die beliebten Schälripple mit Sauerkraut der Köche Martin Hermann und Michael Wannenmacher sowie fünf verschiedene Mostsorten zu trinken.

Totalausfall in der Anlage

Allerdings: Wären die Rangendinger auf das eigene Obst aus diesem Jahr angewiesen gewesen, hätte das Ganze wohl eher etwas bescheidener ausfallen müssen. "Wir haben in Rangendingen und speziell auch in unserer Obstanlage am Krummbrückle einen Totalausfall der Obsternte zu beklagen", stellte Beiter konsterniert fest. An den rund 90 Bäumen in der Vereinsanlage habe er ganze fünf Äpfel gezählt. Und im Gegensatz zu anderen Gemeinde rings um Rangendingen gebe es hier im Ort auch kaum Birnen.

Für den Ehrenvorsitzenden und Baumwart Kolumban Wannenmacher war dies keine Überraschung. Die beiden Jahre 2018 und 2019 stellen für ihn zwei "Extremjahre" dar – wobei sich das eine vom anderen ableiten lasse, wie er betonte. Dass es dieses Jahr extrem wenig bis kein Obst gebe, hänge damit zusammen, dass die Bäume im vergangenen Jahr extrem viel getragen hätten.

Wer den Ausfall hätte verhindern wollen, hätte bereits im vergangenen Jahr die Zahl der Früchte drastisch verringern müssen – "so wie es die Erwerbsobstbauern in einem solchen Fall eben machen", stellte Wannenmacher klar. Zu dieser Alternanz der Bäume seien dann noch sehr kalte Nächte Anfang Mai hinzugekommen, die dem bescheidenen Blütenansatz vollends den Gar aus gemacht hätten, fügte dem Manfred Beiter hinzu.

Um den Kindern wenigstens die Freude des Schau-mostens vor der Festhalle auch in diesem Jahr zu ermöglichen, hatten die Obstler zwei Zentner Mostäpfel vom Bodensee besorgt. So brauchte der Nachwuchs nicht auf das beliebte Apfelsaftpressen verzichten, auch wenn es kleiner ausfallen musste als in den vergangenen Jahren.

Dafür durften sie in der Halle Tontöpfe für Meisenknödel gestalten, die sie als Futterplatz für die Vögel zu Hause aufhängen können. Auch auf den Most mussten die Gäste nicht verzichten, denn der kam wie schon seit vielen Jahren mit vier Sorten von der Kelterei Holweger aus Täbingen. Der fünfte Most im Bunde war dann sogar ein Eigengewächs aus Rangendingen. Der stamme noch aus dem letzten Jahr, erklärte der Vorsitzende. Im nächsten Jahr werde es damit dann allerdings etwas schwieriger.

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