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Rangendingen Katholische Freundschaftsgeschichte

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Über Jahre Freundschaft und Unterstützung zwischen den Philippinen und Rangendingen im Geiste des katholischen Glaubens: Norbert Dilger, Emelita Molin, Merla Ruiz und Berthold Hirt stellen am Samstag im Gottesdienst in Rangendingen eine schöne Geschichte vor. Foto: Stopper Foto: Schwarzwälder Bote

Die Welt ist eine Familie, jedenfalls, wenn man so katholisch ist wie Merla Ruiz und Emelita Molin von den Philippinen oder Berthold Hirt aus Rangendingen. Es geht um Missionare, die Hilfsorganisation Abra, den Wallfahrtsort Lourdes und langjährige Freundschaften.

Rangendingen. Und so hat es eine lange Vorgeschichte, weshalb Merla Ruiz und Emelita Molin derzeit bei Berthold Hirt auf Besuch in Rangendingen sind. Wer sie persönlich hören und erleben möchte, kann dies am Samstag, 17. August, von 18.30 Uhr an im Gottesdienst in Rangendingen tun.

In dieser Geschichte muss man über 30 Jahre zurück gehen. Sie beginnt mit Hermann Hirt, ehemaliger Rangeninger Schulrektor, der damals – vermittelt durch die Steyler Missionare – damit begann, einen jungen Philippino zu unterstützen, der Missionar werden wollte. Das klappte, und einer der Höhepunkte war der Besuch des frisch zum Neupriester geweihten Pater Emilio in Rangendingen bei seinem Paten-Vater. Damals hat auch Pfarrer Norbert Dilger den Philippino kennengelernt.

Ganz lustig: Hermann Hirt konnte zwar altgriechisch und Latein, aber kein Englisch. Und so kam Berthold Hirt als damals 18-Jähriger ins Spiel, denn er musste die vielen Briefe übersetzen und Dolmetscher sein. Pater Emilio war damals auf dem Weg nach Botswana, wo er zwölf Jahre als Missionar wirkte. Beim Aufenthalt in Rangendingen entwickelten sich Freundschaften, Berthold Hirt besuchte den Pater dann 1988 in Botswana. Und als dieser 1993 zurück auf die Philippinen entsandt wurde, begann die Geschichte der Rangendinger Hilfsorganisation für philippinische Waisenkinder. Denn beim Besuch dort stieß Berthold Hirt auf Bruder Valentin, einen Steyler Missionar, der im Norden des riesigen Inselstaates ein Kinderhilfsprojekt gegründet hatte.

Kinder mit Behinderung wurden in dieser dörflichen Gegend bis dahin aus Scham weggesperrt, die mittellosen Familien konnten sie auch kaum fördern. Hier setzte das Projekt "Abra" an, und seither wird es von Rangendingen aus mit Geld unterstützt, das unter anderem vom gesammelten Geld beim Weihnachtsmarkt dort stammt. Etwa 60 Kinder werden aktuell von Abra betreut.

Emelita Molin ist dort Betreuerin, Merla Ruiz ist Managerin einer vom Bischof gegründeten Radiostation mit dem schönen Namen "Herz von Abra", die nicht nur Gottesdienste live überträgt, sondern auch in einer Region, die kaum Kommunikationsmittel kennt, über Mittelwelle über Menschen in Not berichtet, die Hilfe brauchen.

Sie leben keusch und in Armut ihren Glauben

Und diese beiden philippinischen Frauen sind Apostolatshelferinnen. Sie leben keusch und in Armut konsequent ihren katholischen Glauben und lassen sich vom Bischof dorthin entsenden, wo ihre Hilfe gebraucht wird. Und weil sie nun für mehrere Wochen in ein Seminar im französischen Wallfahrtsort Lourdes eingeladen waren, legen sie praktisch auf der Heimreise noch einen Abstecher nach Rangendingen ein. Immerhin ist Pater Emilio ja auch der Bruder von Emelita Molin.

Wer Norbert Dilger, Berthold Hirt, Emelita Molin und Merla Ruiz gemeinsam erlebt, merkt schnell, dass sie sich auf der Basis ihres gemeinsamen Glaubens und einer langen Geschichte von Unterstützung sehr gut verstehen. Sie freuen sich auf den Gottesdienst am Samstag, wo sie ein wenig von ihrer Freude mit anderen Gläubigen teilen würden.

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