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Rangendingen "Chaotisch und überwältigend"

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Die neuen Schuluniformen kamen bei allen sehr gut an. Foto: Schwarzwälder Bote

Großes Abenteuer: Elena Buchwald und Charline Schulz waren in Nepal für das Bietenhausener Diasporahaus im Einsatz. Dort haben sie sich um Schüler gekümmert und Material für sie besorgt – schon das war ein Erlebnis für sich.

Rangendingen-Bietenhausen. Mit dem Fahrrad ins nächste Dorf fahren? "Pfeifedeggele", sagt Charline Schulz. "Da waren Felsbrocken auf dem Weg." Sie und Elena Buchwald haben abenteuerliche Wege hinter sich – in Nepal. Dort waren sie vom 4. Oktober bis zum 22. Dezember für das Diasporahaus im Einsatz.

Die beiden Studentinnen erzählen mit einem Lächeln von ihrer Reise. "Es war chaotisch und überwältigend", sagt Schulz. Man brauche seine Zeit bis man sich eingewöhnt hatte, aber dann habe man es lieben gelernt. Die erste Zeit waren die beiden in Kathmandu. "Wir haben noch viele Schäden von den Erdbeben gesehen", erzählt Elena Buchwald. Da waren noch einige Löcher in den Straßen und überall Trümmer und unfertige neue Häuser. Wobei bei den Häusern ohnehin nicht die Optik, sondern die Funktionalität wichtig sei.

Schüler unterstützt

Gerade dort, wo sie Menschen in solch einer schwierigen Situation sahen, war es umso schöner, ihnen etwas geben zu können. Denn Schulz und Buchwald waren schließlich in Nepal, um einige Schüler zu unterstützen. Nach ihrem Aufenthalt in Kathmandu, wo sie ein Waisenhaus betreuten, ging es weiter in die Bergdörfer Lurpung und Dorkapa. "Die Fahrt war sehr abenteuerlich", sagt Buchwald. Mit dem Jeep seien sie direkt durchs Flussbett gefahren.

Mit Hilfe von Spendengeldern organisierten die beiden Stifte und Mäppchen aber auch Pullover, Rucksäcke und ganz wichtig: Schuluniformen. Denn ohne Schuluniformen – die für sie teuer sind – dürfen die nepalesischen Kinder nicht zur Schule gehen. Die neuen Uniformen wurden direkt in Nepal hergestellt.

Doch das Material zu bekommen war generell nicht so einfach. "Das ist nicht wie hier im Müller", sagt Buchwald. Es gebe kleine Gassen mit winzigen Läden, die alle etwas anderes verkaufen. "Es kommt vor, dass jemand Schokolade und eine Waschmaschine verkauft", so Buchwald.

"Das war ein Glücksspiel", meint Schulz. Sie brauchten 160 Mäppchen und Packungen Stifte. "Das hat eine Weile gedauert", so Schulz. Selbst wenn ein Laden mal Stifte hatte, hatte er meist nicht gleich die nötige Menge.

Doch die beiden Studentinnen lebten ganz nach dem Motto "Alles fügt sich". Und das klappte meist ziemlich gut. Auch dann, wenn sie mal einem Schild gefolgt waren und die Zeitangabe darauf nicht richtig war. Da kam ein Einheimischer angefahren und sie durften ein Stück auf der Ladefläche mitfahren. So kamen sie letztlich immer dort an, wo sie hin wollten.

Das Schönste, was sie in Nepal erlebten, war jedoch die Dankbarkeit der Menschen. Neben dem Schulmaterial konnten sie von Spendengeldern auch etwas für die medizinische Versorgung der beiden Dörfer tun. Für ein ganzes Jahr konnten sie Medikamente kaufen. "Der Arzt hat Freudensprünge gemacht", sagt Schulz. Dabei ging es teilweise um simple Dinge wie eine Sauerstoffmaske. "Sie sparen dort vielleicht Jahre darauf", meint Buchwald.

Ihren Dank zeigten die Nepalesen, indem sie für die Studentinnen Blumenkränze und Schals anfertigten. Die Kinder waren aber nicht nur für die Spenden dankbar, sondern auch für die Zeit, die die beiden Studentinnen mit ihnen verbrachten. Da wurden Rasseln gebastelt, T-Shirts gefärbt und Stockbrot gebacken. Die anfängliche Zurückhaltung wich schnell einer besonderen Herzlichkeit.

Elena Buchwald und Charline Schulz waren die ersten Studentinnen, die in Kooperation mit dem Diasporahaus nach Nepal fliegen durften. Ihre Eindrücke sind so lebhaft und beeindruckend, dass auf jeden Fall andere diesem Beispiel folgen sollten. Dafür benötigt das Diasporahaus wiederum Spenden.

Weitere Informationen: Die Studentinnen haben ihre Eindrücke auch in einem Blog festgehalten (dhnepalchangeit.wordpress.com). Zudem wird es für Spender und Interessierte einen Vortragsabend geben. Dieser ist am Donnerstag, 24. Januar, um 18 Uhr in der Turnhalle in Bietenhausen. Wer spenden möchte, kann dies auf das Konto der Sparkasse Zollernalb mit der IBAN DE14 6535 1260 0134 0356 59.

Charline Schulz und Elena Buchwald studieren Soziale Arbeit an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Stuttgart. Sie sind im Wechsel immer drei Monate an der Hochschule und drei Monate in einer sozialen Einrichtung. Buchwald arbeitet in dieser Zeit im Diasporahaus in Bietenhausen. Charline Schulz hat sie in einem Hochschulkurs kennengelernt und sie beide waren sofort begeistert von der Idee nach Nepal zu fahren. Diese Idee konnten sie dann mit Hilfe des Diasporahauses umsetzen, das die Kosten für die Reise übernahm.

Ihre Redaktion vor Ort Hechingen

Klaus Stopper

Fax: 07471 9874-21

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