Beim Bau des Überlaufbauwerks beim Sport- und Freizeitgelände in Waldmössingen wird mit einer Ramme gearbeitet. Foto: Wegner

Acht Meter tief werden die Spundbohlen für die Baugrube des Regenüberlaufs beim Waldmössinger Sportplatz in den Boden gerammt. Und dabei wird eine Besonderheit des Waldmössinger Untergrunds deutlich.

Bei der Geländeentwässerung im Bereich Weiherwasen/Kastellhalle im Schramberger Stadtteil Waldmössingen laufen im Auftrag der Stadt gerade die Arbeiten für einen neuen Beckenüberlauf im Bereich des Sport- und Freizeitgeländes. Die Arbeiten für den ebenfalls erforderlichen Ableitungskanal und den Überlauf waren vor den Sommerferien 2023 für rund 1,4 Millionen Euro an die Firma Bantle aus Bösingen vergeben worden.

 

Der Träger wird exakt ausgerichtet. Foto: Wegner

Derzeit ist ein Spezialtiefbauer daran, die spätere Baugrube für den Überlauf zu sichern. Um in rund drei Metern Tiefe an die Kanalisation anschließen zu können, werden gerade Eisenträger in den Boden gerammt.

Erst auf dem letzten Teil muss viel Kraft aufgewendet werden. Foto: Wegner

Baugrube sichern

Rund acht Meter lang sind diese Träger zwischen die später für den Verbau Eisenplatten geschoben werden, damit die eigentliche Baugrube gesichert ist und von den Rändern her keine Erde abbrechen und die Arbeiter gefährden kann.

„Im Wasser“

Mehrfach messen die Mitarbeiter des Bauunternehmens die Träger nach, damit die mit der jeweils korrekten Länge an die richtige Stelle kommen, bevor die Ramme diese kranartig nach oben zieht und nach korrektem Absetzen einklinkt. Dann wird mit der Wasserwaage geprüft und das schwere Gerät auf seinen Raupenketten durch Drehen oder Anpassen des Auslegers passend ausgerichtet.

Weicher Boden

Während es in vielen Böden oft schwer ist, solche Stützen einzurammen, geht das in Waldmössingen bei den ersten fünf Metern fast wie von selbst. Mit leichtem Druck versinken diese fast von selbst im weichen Untergrund. Lediglich in den letzten zwei Metern muss dann doch etwas mehr Rammenkraft aufgewendet werden, um den Stahl von oben her auch senkrecht in die Erde „schieben“ zu können.

Über der Kostenschätzung

Insgesamt waren für die Baumaßnahme gegenüber der Kostenschätzung rund 250 000 Euro Mehrkosten erforderlich, eine Ende der Gesamtmaßnahme mit Kanal und Becken wurde für Juni dieses Jahres angekündigt. Die Vergabesumme teilte sich auf in 1,34 Millionen Euro für den Eigenbetrieb Abwasser und 33 700 Euro für die Wasserversorgung. Gefördert werde die Maßnahme mit 357 000 Euro, rund der Hälfte der förderfähigen Kosten, wie der Abteilungsleiter Tiefbau der Stadt, Konrad Ginter, bei der Vergabe gesagt hatte.