Quellfassung und deren Einfriedung im Tannheimer Wald. Foto: Willi Zimmermann

Wieder verschwunden in den Google-Maps-Karten ist der Hinweis auf eine „geheiligte Stätte“ mit Namen Urchläb im Tannheimer Wald.

Hat dem Quell-Heiligen so viel öffentliche Aufmerksamkeit wie ein Medienbericht nicht behagt und zog verärgert ab?

 

Nachdem keine öffentlichen Hinweise zu näheren Erkenntnissen führten, gibt es eine abschließende Spurensuche.

Etwas kurios, dass man beim nachgoogeln beispielsweise „urchläb polnisch“ oder eine andere Sprache eingeben musste, um per KI etwas zu erfahren. Denn: „Das schweizerdeutsche Wort Urchläb bezeichnet umgangssprachlich oft Liebstöckel (Maggikraut)“. Immerhin mal was.

Eine Lebensart

Nimmt man den Ball an und gibt ein: „Urchläb schweizerdeutsch welche Gegend“, dann antwortet KI wie folgt: „Der Begriff „urchig“ (oft als urchläb im Sinne von „urchig läbe“ gleich urchig leben verbindet) ist tief in der Schweizer Mundart verwurzelt und beschreibt eine Lebensart, die als sehr natürlich, traditionell und bodenständig, ursprünglich gilt.“

Heilerin aus Berlin

Eine andere Fährte gab es aus den Eintragungen bei Google Maps. Klickte man das eingestellte Bild an, dann erschien darunter ein Status-Symbol mit einem Namen.

Forscht man im Internet nach diesem Namen, dann stößt man bald auf Webseiten und Social-Media-Kontakte einer Heilerin aus dem Großraum Berlin, die sich auf ThetaHealing als Heilmethode spezialisiert hat.

Was ist das? Auch da hilft KI weiter. „ThetaHealing ist eine meditative Heilmethode, so heißt es unter anderem. Durch die gezielte Induktion von Theta-Gehirnwellen (tiefe Entspannung) sollen negative Glaubenssätze und Blockaden auf energetischer Ebene gelöst werden, um physische und psychische Heilung zu fördern. Die Methode verbindet Meditation mit fokussierter Absicht, wird aber als esoterische Pseudowissenschaft eingestuft.“