Radunfälle können durch verschiedene Maßnahmen reduziert werden. (Symbolfoto) Foto: ©Axel Bueckert – stock.adobe.com

Fünf Radfahrer verloren im vergangenen Jahr im Zollernalbkreis im Zuge von Verkehrsunfällen ihr Leben. Diese Zahl lasse sich laut Angaben des Landesverkehrsministeriums durch bessere Radwege und Tempolimits reduzieren. Das ist geplant.

Die Zahl tödlicher Radverkehrsunfälle lässt sich durch den Ausbau von Radwegen, durch besser einsehbare Kreuzungen und Einmündungen sowie Tempolimits deutlich senken. Das zeigt eine Szenarien-Untersuchung des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg.

 

Demnach wären bis zu 60 Prozent weniger tödliche Radunfälle erreichbar. Wie ist man hier im Zollernalbkreis aufgestellt?

Sicherheit im Verkehr steht im Fokus

„Die Sicherheit von Radfahrern sowie grundsätzlich aller Verkehrsteilnehmer steht bei uns grundsätzlich im Fokus“, teilt ein Pressesprecher des Landratsamts auf Nachfrage unserer Redaktion mit. „Soweit möglich und in unseren Händen, berücksichtigen wir die vom Verkehrsministerium genannten fünf Kriterien für mehr Sicherheit im Radverkehr.“

Was den Neubau und Ausbau von Radwegen im Zollernalbkreis angehe, seien für 2024 zwei Projekte vorgesehen. Zum einen der Neubau des Radwegs zwischen Schömberg-Schörzingen und Wilflingen auf einer Länge von rund 2,1 Kilometern – die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa eine Million Euro – zum anderen die Sanierung des Radwegs zwischen Dotternhausen und Dormettingen.

In der Planung befinden sich außerdem die Verbindungen Hechingen-Boll, Balingen-Heselwangen sowie Bisingen-Steinhofen-Engstlatt.

Keine unsinnigen Doppel-Verbindungen

Die Herstellung neuer Verbindungen sowie der Unterhalt bestehender Radwege sei dem Landratsamt ein wichtiges Anliegen. „Dabei gehen wir bedarfsorientiert und ressourcenschonend vor.“ Und weiter: „Unsinnige Doppel-Verbindungen, wie sie etwa unlängst entlang der B 27 zwischen Erzingen und Dotternhausen realisiert wurden, wird es in unserer Verantwortung nicht geben.“

Hechinger Projekt aufgenommen

Im Rahmen des Programms des Landes Baden-Württemberg für die Anlage kommunaler Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur sollen außerdem Arbeiten zur Radwegnetzverbesserung in Hechingen aufgenommen werden.

Die Stadt teilt auf Nachfrage unserer Redaktion mit, dass dabei ein zusammenhängender, eigenständiger Geh- und Radweg entwickelt werden soll, der ab dem Schulzentrum Schlossberg, also ab der Fußgängerbrücke in der Neustraße, durch das Feilbachtal, entlang der Weilheimer und Bisinger Straße bis ans Ortende Höhe Stockoch führt.

Baubeginn ab 2025

Die Radweglänge umfasst insgesamt rund zwei Kilometer, die Kostenschätzung liegt bei rund 1,7 Millionen Euro. Die Planungen hierfür seien an den Anschlussstellen zur Kreisstraße K7107 mit dem Landkreis bereits abgestimmt und in den aktuell stattfindenden Umbau- und Instandsetzungsmaßnahmen bereits berücksichtigt. Tatsächlich realisiert wird dieses Vorhaben allerdings frühestens ab 2025.