Der Radweg an der Arminstraße ist neu angelegt. Genug Platz dafür war allerdings nur auf einer Seite.
Insgesamt 350 Meter Radweg sind neu angelegt auf der Arminstraße in Richtung Sturmbühlstraße. Um einiges deutlicher als bisher ist die Teilstrecke in einem kräftigen Grün beziehungsweise an Kreuzungspunkten mit Kfz-Verkehr in Rot markiert.
„Zum einem hängt diese Änderung mit dem städtischen Radverkehrskonzept zusammen, zum anderen reagieren wir damit aus Mängelmeldungen von Radfahrern“, erläuterte der städtische Mobilitätsbeauftragte Ansgar Kundinger auf Anfrage.
Noch Luft nach oben
Nachdem in Sachen Radweg in diesem Bereich kritische Anmerkungen von den Nutzern gekommen sind, machte man sich bei der Stadt Gedanken, wie die Situation zu verbessern ist. Luft nach oben gibt es auch an dieser Stelle ausreichend. Für die Umsetzung hat man laut Kundinger gewartet, bis die Sanierung der Straßendecke in der Arminstraße abgeschlossen war. Allerdings sei nur auf einer Seite Platz genug, um einen breiten und gut gekennzeichneten Weg zur Nutzung von Radfahrern anzulegen. Dort darf außerdem nicht geparkt werden. Bisher handelte es sich auf beiden Seiten der Arminstraße um einen gemeinsamen Geh- und Radweg. Da kann es, neben dem ohnehin schlechten Zustand, zu Konflikten zwischen den Anforderungen von Fußgängern und denen von Radfahrern kommen. Daher gilt es als besser, die Bereiche zu trennen.
Auf der anderen Seite der Arminstraße war dies aus Platzgründen offenbar nicht möglich. Immerhin ist dort jetzt ein schmaler grüner Streifen aufgebracht, um zu signalisieren, wo die Radler fahren sollen.
Beim Fotografieren dieser Neuerung am vergangenen Freitag, sprach eine Radfahrerin die Autorin dieses Berichtes an. Sie freute sich einerseits über die deutliche Verbesserung, meinte aber auch: „Sehen Sie, wie nah die Autos an den Radweg vorbeifahren?“. Kundinger weist darauf hin, dass die Technischen Dienste der Stadt noch Trennelemente anbringen werden, damit die Radfahrer besser geschützt sind.
Rot: ein Gefahrenpunkt
Und noch eine Hinweis zur Farbgestaltung: Sobald sich Wege des Rad- und Kfz-Verkehrs kreuzen, ergibt sich automatisch laut Experten eine potenzielle Gefahrenstelle. Verläuft dabei der Radweg parallel zu einer Hauptstraße, sollte der Radverkehr hier grundsätzlich ebenfalls Vorrang zu Nebenstraßen, sowie zu Ein- und Ausfahrten haben. Tritt die Kombination Gefahrenstellen und Vorrang des Radverkehrs auf, werden diese Stellen rot eingefärbt.
Auf Radverkehr achten
Dies soll der Aufmerksamkeit dienen und verdeutlichen, dass auf den Radverkehr zu achten ist. Seit dem 1. Juli läuft auch in Villingen-Schwenningen wieder die Aktion Stadtradeln. Auch in diesem Rahmen können die Teilnehmer an die Stadt melden, was in Sachen Radverkehr verbesserungswürdig ist. Man kann sich außerdem anonym tracken lassen. Damit gewinnt die Stadt Informationen darüber, welche Strecken von Radfahrern am meisten genutzt werden. „In Villingen ist der Spitzenreiter die Schneckenbrücke, in Schwenningen ist die Nutzung verteilter“, so Kundiger.
Noch bis zum 21. Juli kann man beim Stadtradeln einsteigen und die gefahrenen Kilometer nachmelden. Dem Spitzenreiter bei den Schulen winkt als Belohnung der Besuch eines Eiswagens: Dann kriegt jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin zwei Kugeln Eis. Auf Platz eins in dieser Kategorie liegt derzeit das Gymnasium am Romäusring.