Die Initiative hat bei einem Stand am Mittwochsmarkt viele Unterschriften gesammelt. Gerold Paar (Mitte) trägt sich in die Liste ein. Links Uli Baumeister und rechts Edelbert Kleiser von „Pro Radwege in Bräunlingen“. Foto: Dagobert Maier

Mit sicheren Radwegen ist bislang an der Bräunlinger Stadtgrenze Schluss. Das soll sich ändern. Die Initiatoren erfahren viel Unterstützung. So ist der aktuelle Stand.

Die Initiative „Pro Radwege für Bräunlingen“ hat seit ihrem ersten öffentlichen Auftritt beim Rädlemarkt des Bräunlinger Skiclubs Anfang April in der Stadthalle viel Zustimmung und neue Motivation erfahren. Sie will ihre Anliegen weiterverfolgen.

 

Dies zeigen unter anderem die Unterschriftenlisten, die inzwischen viele Personen unterschrieben haben.

Gespräche mit der Bevölkerung sowie Vertretern von Bräunlinger Geschäften, Firmen und Vereinen waren sehr positiv. Bei einem Stand auf dem Wochenmarkt wurde den Besuchern die Anliegen der Initiative vermittelt.

„Unser Ziel ist dabei, ein breites Meinungsbild innerhalb von Bräunlingen für sicherere Radmöglichkeiten einzuholen. Wir sehen, dass für unsere Radinitiative innerhalb der Bräunlinger Bevölkerung viel Unterstützung vorhanden ist, was uns stark motiviert, um an unserem Projekt weiterzumachen“, sagte Peter Politynski, einer der Initiatoren zur Verbesserung des innerstädtischen Radwegbereiches. Es sollen weitere Aktionen folgen.

Es geht um die Kernstadt

Das Hauptziel der Initiative ist, in Bräunlingen sichere Radwege für die Bürger innerhalb der Kernstadt anbieten zu können. Nur in zweiter Linie geht es darum, auf Schäden, Schwachstellen in Fahrbahnen, Engstellen oder Reparaturen aufmerksam zu machen. Im Vordergrund stehen sichere Fahrradwege für Bürger und Durchreisende. So sollten in Zukunft bei Planungen für die Innenstadt fahrradfreundliche Regelungen berücksichtigt werden.

Immer die Radfahrer im Blick

Dazu gehört unter anderem, beim Ausbau der Kirchstaße oder der Nahwärmeversorgung Überlegungen einfließen zu lassen, welche für Verbesserungen für Fahrradfahrer sorgen.

Wichtig sei vor allem, dass Radfahrer und Autos gut aneinander vorbeikommen, ohne dass gefährliche Situationen entstünden, erklären die Initiatoren. Das unterstreichen auch aussagekräftige Verkehrszählungen früherer Jahre, die zeigen, dass die meisten Radler tagsüber auf Hüfinger-, Zähringer- und Bruggener Straße in die Pedale treten. 130 bis fast 200 Radler seien es täglich.

Streifen mit einplanen

Eventuell könnte ein neuer Fahrradstreifen an breiten Straßen miteingeplant werden. In Bräunlingen hätten viele Haushalte Fahrräder, und gegenüber anderen Städten bestehe die Situation, dass es im Stadtkern keinen einzigen Radweg gebe. Viele Radfahrer von außerhalb führen durch Bräunlingen und alle Radwege hörten an der Stadtgrenze auf, betonen die Initiatoren.

Im Bereich Zähringerstraße vom Stadttor bis zur Gumppstraße seien täglich durchaus über 500 Autos unterwegs. Die Fahrradzahlen dürften aktuell noch etwas höher liegen, da das Radfahren, auch der Zunahme an Elektro-Fahrrädern wegen, immer beliebter wird.

Ideen werden aufgelistet

Aufgrund von Hinweisen in bisherigen Gesprächen werden die Ideen und Vorschläge in den kommenden Monaten aufgelistet, in welchen Bereichen bessere Möglichkeiten geschaffen werden können.

Bei einem Gespräch mit Bürgermeister Micha Bächle fanden die Initiatoren vor kurzem viel Zustimmung für ihre Anliegen und er sagte seine Unterstützung für eine Verbesserung der Radmöglichkeiten in der Kernstadt zu. Jedoch müsse immer auf die aktuelle finanzielle Situation im Stadthaushalt geachtet werden.

Die Ziele

Das Team:
Peter Politynski, Waldemar Hofacker, Uli Baumeister, Edelbert Kleiser und Marina Barth suchen als Kernmannschaft der Initiative Fürsprecher und Gleichgesinnte für sichere „Bräunlinger Fahrradwege“. Radwege erhöhen die Verkehrssicherheit für Radfahrer, werden immer beliebter und sind zukunftssicher. Sie steigern die Mobilität, sind familienfreundlich und sollten vorausschauend geplant werden, betonen die Initiatoren. Auch unterstützen sie den Tourismus und schonen die Umwelt. An diese Merkmale erinnern die Initiatoren immer wieder.

Kontaktaufnahme:
Für weitere Ideen und Vorschläge über prorad@t-online.de sind Initiatoren sehr dankbar.