Los geht der Radweg-Neubau entlang der Kreisstraße zwischen Brogen und Hardt. Foto: Helen Moser

Für Radfahrer, die zwischen St. Georgen, dem Brogen und Hardt unterwegs sind, ist er ein Zugewinn: Die Pläne für den Radweg entlang der Kreisstraße 5724 gehen in die Umsetzung. Für den Verkehr bedeutet das aber erst einmal Einschränkungen.

Bevor die Lage viel besser wird, werden die Arbeiten zunächst eine Belastung für den Verkehr: Zwei Jahre lang wird das Bauprojekt Autofahrer begleiten, die zwischen St. Georgen, dem Brogen und Hardt unterwegs sind. In dieser Zeit wird der Radweg, der in diesem Bereich entlang der Kreisstraße 5724 verlaufen wird, gebaut – nebst einiger Arbeiten an der Straße selbst sowie an unter der Straßen liegenden Versorgungsleitungen.

 

Erster Bauabschnitt soll möglichst in diesem Jahr über die Bühne gehen

Los geht es am kommenden Montag, 14. April: Dann stehen auf dem Streckenabschnitt zwischen Brogen und Hardt zunächst Erdarbeiten an. Sie dienen einer Mitteilung des Landratsamts zufolge der Erneuerung von Wasserleitungen. Darüber hinaus ist im Zuge des ersten Bauabschnitts eine Verbreiterung der Kreisstraße geplant. „Der Ausbau wird aufgrund des sanierungsbedürftigen Zustands der Straßen sowie der unzureichenden Breite für die bestehende Verkehrsbelastung erforderlich“, heißt es in einer Anliegerinformation des Landratsamts dazu.

Zu diesem Zweck wird die Kreisstraße zwischen Brogen und Hardt zunächst für zwei Wochen halbseitig gesperrt. Während dieser Zeit wird der Verkehr für beide Fahrtrichtungen abwechselnd auf einem Fahrstreifen an der Baustelle vorbeigeführt, wie eine Nachfrage beim Landratsamt zeigt. Bis zum Ende der Osterferien sei die Durchfahrt zwischen Brogen und Hardt noch beidseitig möglich, erläutert Sabrina Kwidzinski von der Pressestelle des Landratsamts. Solange regelt eine Ampel den Verkehr.

Erst nach Ostern erfolgt dann eine Vollsperrung der Straße inklusive einer Umleitungsregelung. Grund ist der Streckenverlauf der Umleitung – genauer gesagt der Umstand, dass diese durch Buchenberg führt. Denn die dortige Ortsdurchfahrt ist ab Montag zwei Wochen lang wegen Bauarbeiten gesperrt. Erst wenn diese Sperrung aufgehoben sei, könne die Umleitung genutzt werden – und somit die Vollsperrung der Kreisstraße zwischen Brogen und Hardt erfolgen, erklärt Kwidzinski die Hintergründe.

Der Radweg zwischen Brogen und der Kreuzung mit der Landesstraße 175 wird voraussichtlich im kommenden Jahr gebaut. Foto: Helen Moser

Auch auf den Busverkehr hat das Auswirkungen: „Die Baustelle ist mit dem ÖPNV der beiden Landkreise sowie dem Busunternehmen abgestimmt“, teilt Kwidzinski dazu mit. Betroffen seien zwei Linien des Schülerverkehrs. „Die Bushaltestellen zwischen Brogen und Hardt können während der Maßnahme nicht bedient werden. Je nach Bauabschnitt werden gegebenenfalls Ersatzhaltestellen eingerichtet.“

Wie lange die Vollsperrung anhalten werde, kann Kwidzinski noch nicht genau sagen. „Eine Prognose ist sehr schwierig. Es sind umfangreiche Arbeiten auszuführen.“ In einer Mitteilung der Gemeindeverwaltung Königsfeld ist von einer Sperrung der Kreisstraße voraussichtlich bis zum Ende des Jahres die Rede – das spiegelt auch die Planung des Landratsamts wieder: „Es war vorgesehen, 2025 den Abschnitt von Brogen nach Hardt fertigzustellen“, schildert die Landratsamtssprecherin.

Allerdings wird sich erst noch zeigen, wie gut dieser Plan in die Praxis umsetzbar ist. „Beim Abschnitt Brogen nach Hardt wird eine Wasserleitung auf 600 Metern erneuert“, verdeutlicht Kwidzinski. Zudem stehen neue Steuerkabel für die Gasversorgung und die Anbindungen der Anwesen ans Glasfasernetz auf der Liste der Aufgaben. Zudem seien die Arbeiten sehr wetterabhängig. „Die Beteiligten hoffen auf einen reibungslosen Bauablauf.“

Für zweiten Bauabschnitt ist nur halbseitige Sperrung notwendig

Läuft im ersten Bauabschnitt alles nach Plan, so ist vorgesehen, dass im kommenden Jahr die Arbeiten am zweiten Bauabschnitt zwischen Brogen und der Kreuzung zur Landesstraße 175 – dort erfolgt in Richtung St. Georgen der Anschluss an den Radweg entlang der Schramberger Straße – über die Bühne gehen. Es sei „sehr schwierig, den Baustart für den zweiten Abschnitt genau festzulegen“, erklärt Kwidzinski auf Anfrage.

Wann immer die Arbeiten beginnen – auf eine Umleitung müssen Verkehrsteilnehmer sich dann nicht mehr einstellen. „Bei diesem Abschnitt erfolgen keine Arbeiten an der Kreisstraße, sodass die Arbeiten zur Herstellung des Radwegs abschnittsweise unter halbseitiger Sperrung ausgeführt werden“, erklärt Kwidzinski. Damit bleibt eine Durchfahrt in beide Richtungen möglich. „Zur Verkehrssteuerung ist wieder eine Ampel vorgesehen.“