Der Radweg auf der Neufraer Straße zwischen Neufra und Rottweil erfreut sich wachsender Beliebtheit. Aber er ist für Fußgänger wie Radfahrer gefährlich. Foto: Schmidt

Das Mobilitätskonzept ist ein Baustein in der Stadtentwicklung Rottweils. Auch Neufra hat Ziele. Seit gut 30 Jahren eine verbesserte Fahrradverbindung direkt durch den Eisenbahntunnel nach Rottweil.

Rottweil fährt Fahrrad. Neufra auch. Ortsvorsteher Willy Schaumann fährt die Strecke Neufra-Rottweil täglich zur Arbeit auf die Saline. Und nicht nur er.

Seit die Stadt Rottweil auf die Neufraer Straße einen Radfahrerstreifen angebracht hat, wächst die Fangemeinde. Selbst Fußgänger nutzen den Streifen. Die Freude darüber hält sich indes in Grenzen.

So notwendig der Radfahrstreifen sei. Die Sicherheit für die Radfahrer sei begrenzt, monieren die Ortschaftsräte. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis etwas passiere.

Der Mobilitätsbeauftragte, Horst Bisinger, kann dies nicht abstreiten. In jüngster Sitzung in Neufra stellte er das Mobilitätskonzept der Stadt Rottweil vor. Die beschriebene Strecke zwischen Neufra und Rottweil habe er abgefahren. Die Engstelle durch den Eisenbahntunnel, die Radfahrer gemeinsam mit dem Autoverkehr durchqueren müssen, sei „saumäßig gefährlich“.

Insbesondere, weil das Verständnis der Autofahrer für Radfahrer fehle. Das zeige sich auf der Strecke zwischen Neufra und Rottweil, wenn Autofahrer trotz der Engstelle die Radfahrer überholen.

Eine mögliche Lösung

Nachvollziehen könne er auch, dass der Alltagsradverkehr, also die Fahrt mit dem Rad zur Schule oder Arbeit, nicht Umwege über das Bohrhaus in Kauf nehmen möchte. Die Idee der Räte, neben dem Eisenbahn-Tunnel eine weitere Durchführung allein für den Radverkehr zu bohren, traf bei Bisinger daher nicht auf Ablehnung.

Er werde den Vorschlag mit in den Gemeinderat nehmen, versprach er, da dieser im Rahmen des Konzepts über sämtliche künftige Radanschlüsse entscheiden werde.

Der Knackpunkt liege indes nicht beim Gemeinderat, betonte Bisinger. Die Frage müsse zunächst mit der Bahn geklärt werden. Die Gespräche werde er aber zeitnah führen.

Mitgenommen hat Bisinger ebenso den Wunsch nach einem Gehweg entlang der Frittlinger Straße. Im Haus an der Frittlinger Straße, das derzeit von 16 jungen Flüchtlingen bewohnt wird, sollen weitere Wohnungen für Familien entstehen, informierte Willy Schaumann. Zur Sicherheit der Fußgänger sei ein Fußgängerweg unbedingt erforderlich.