Einen Schritt weiter dürften Ausführung und Bau des seit längerem geplanten Radwegs zwischen Hardt und dem Brogen sein. Der Technikausschuss des Kreistags stimmte der Bauausführung zu.
Es steht schon länger auf der Wunschliste: Das Projekt Radweg zwischen Hardt und dem Brogen über den Siehdichfür. Jetzt konnte der Ausschuss für Umwelt und Technik des Kreistags der Bauausführung für den dabei erforderlichen Straßenausbau und gleichzeitig dem Neubau des Radwegs in der Vorberatung zustimmen – falls die beantragten Zuschüsse auch fließen. Endgültig wird der Kreistag in seiner Sitzung am Montag, 7. Oktober, entscheiden.
Bei dem Weg handelt es sich um eine Gemeinschaftsmaßnahme der Landkreise Schwarzwald-Baar und Rottweil hinsichtlich des „einfachen Ausbaus“ der Kreisstraße 5724 im Schwarzwald-Baar-Kreis und 5531 im Landkreis Rottweil im Bereich zwischen St. Georgen und Hardt.
Zudem entsteht ein „straßenbegleitender Geh- und Radweg“ von St. Georgen aus über den Brogen nach Hardt. Dieser Neubau erfolgt laut Landkreisverwaltung Rottweil in Kooperation der beiden Kreise zusammen mit den Städten St. Georgen und Schramberg sowie den Gemeinden Königsfeld und Hardt. Der geplante Geh- und Radweg führt nämlich über die Gemarkungsflächen aller vier genannten Kommunen.
Verhandlungen um Grundstück beendet
Wie die Kreisverwaltung in ihrer Sitzungsvorlage schreibt, seien mittlerweile die Grundstücksverhandlungen für die Baumaßnahme „positiv abgeschlossen“. Eine Pflicht hinsichtlich einer Umweltverträglichkeitsprüfung gebe es nicht, da keine „erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen“ zu erwarten seien. Die Träger öffentlicher Belange seien gehört worden.
Förderbescheid bis Ende Oktober erwartet
Bis Ende Oktober rechnet das Landratsamt Schwarzwald-Baar, das diese Maßnahme federführend betreut, mit einem Förderbescheid aus verschiedenen Landesprogrammen.
Mit den Zuschüssen reduziert sich der Aufwand für die Landkreise und Kommunen deutlich. Die Gesamtkosten sind vom Planungsbüro für die Kreisstraße mit 3,8 Millionen Euro, für den Radweg mit 5,2 Millionen Euro berechnet worden.
Hoher Zuschuss könnte fließen
Für die Straße könnte ein Zuschuss von 2,2 Millionen Euro fließen, für den Geh- und Radweg von 4,9 Millionen Euro. Somit rechnet der Landkreis Rottweil für seinen Straßenanteil mit einem Aufwand von 700 000 Euro für die eigene Kreiskasse.
Noch geringer sieht voraussichtlich der Finanzbedarf für den Radweg aus. Dieser beläuft sich für alle vier Partner auf 309 000 Euro – der Landkreis Rottweil müsste davon 54 000 Euro tragen.
Vergabe soll Ende November erfolgen
Bis Mitte Oktober soll auch die Vorbereitung der Ausführungsplanung und die Ausschreibung erfolgen. Die Prüfung und Wertung der Angebote soll Mitte November erfolgen. Danach soll in der Sitzung am 25. November die Zustimmung zur Vergabe eingeholt werden, damit mit den Bauarbeiten Mitte April 2025 begonnen werden kann. Die Fertigstellung ist dann im Jahr 2026 vorgesehen.