Die Trasse des Radwegs von Sulgen nach Schönbronn soll linksseitig der K 5532 verlaufen und in die alte Ortsdurchfahrt Schönbronns (auf Höhe des Autos/bzw. der beiden Radfahrer) münden. Foto: Herzog

Das gemarkungsübergreifende Radwegprojekt "Sulgen-Eschbronn" befindet sich in der heißen Phase der Grundstücksverhandlungen. Wenn alles gut geht, könnten d­ie Bagger im August 2022 anrollen.

Eschbronn-Mariazell/Schramberg-Sulgen - In der Sitzung des Gemeinderats Eschbronn erkundigte sich Ratsmitglied Rainer Scheck nach dem aktuellen Stand des geplanten Radwegs entlang der Kreisstraße 5532 und K 5533. Wie er forderte, müsse bei dem Vorhaben die Möglichkeit genutzt werden, bei Tiefbauarbeiten Versorgungsleitungen wie Strom in die Erde zu verlegen. Wie Bürgermeister Franz Moser bekannt gab, erfahre die Gemeindeverwaltung bei den betroffenen Grundstückseigentümern großes Verständnis für den Radweg. "Ich bin optimistisch, dass wir den hinbekommen. Nur vereinzelt gibt es noch Klärungsbedarf hinsichtlich bestehender Verengungen und der Höhenprofile. Da werden wir nochmals mit den Eigentümern reden müssen." Wegen der Verlegung von Versorgungsleitungen sei er mit den zuständigen Unternehmen im Gespräch. Vor allem bei älteren Wasserleitungen müsse an einen Austausch gedacht werden, so Moser.

Beobachtung der Vermessungsarbeiten

Rat Fred Zehnder zeigte sich überzeugt, dass an der Planung des Projekts rege gearbeitet werde. Er habe jüngst über mehrere Tage Vermessungsarbeiten entlang der Strecke beobachtet. Eine Nachfrage des Schwarzwälder Bote bei Schrambergs Tiefbau-Abteilungsleiter Konrad Ginter ergab, dass die Vermessung größtenteils abgeschlossen ist. Lediglich an mehreren neuralgischen Punkten müssten noch die Höhen ermittelt werden. Vor etwa vier Wochen sei in enger Abstimmung mit Bürgermeister Moser ein Serienbrief an alle betroffenen Grundstücksbesitzer verschickt worden, in dem Angaben über die erforderliche Menge des Erwerbs von Quadratmetern und die Vorgehensweise mitgeteilt worden seien.

Derzeit befände man sich in den Verhandlungsgesprächen, liege gut in der Zeit und habe noch keinen Druck. Ziel sei es, sie bis Ende Juli erfolgreich zum Abschluss zu bringen. Erst dann könne der Förderantrag ans Land gestellt werden. "Das Projekt genießt bei uns wie auch in Eschbronn großes Interesse und wird mit hoher Priorität behandelt. Es steht und fällt allein mit dem Grunderwerb", machte der Tiefbau-Abteilungschef deutlich.

Ökologischer Ausgleich muss erbracht werden

Das Büro Fritz und Grossmann aus Balingen erstelle den Umweltbericht. Bisher lägen beim Artenschutz keine Erkenntnisse darüber vor, die das Vorhaben beeinträchtigen könnten. Für den Eingriff müsse ein ökologischer Ausgleich erbracht werden. Teilweise könne dies im Geltungsbereich geschehen, teils müsse er extern erfolgen. "Nach unserem Sachstand sind diese Maßnahmen ebenfalls förderfähig", so Ginter.

Vom Ingenieurbüro Breinlinger aus Tuttlingen liege die Zusage vor, den erforderlichen Sicherheitsaudit bis zur Stellung des Förderantrags fertig zu haben. Da es sich um eine Sonderförderung des Bundesprogramms "Stadt und Land" handle, bei der die Maßnahme mit 90 Prozent gefördert werde und bis Ende 2023 abgeschlossen sein müsse, rechne er mit einem (positiven) Bescheid in diesem Oktober oder November. "Dann können wir die Ausschreibung der Arbeiten vorbereiten und im Winter vergeben. Ein Baustart ist dann im August 2022 möglich", schildert der städtische Vertreter die weiteren Vorgehensschritte.

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