Die Ratsmitglieder in Waldmössingen, Schramberg und Aichhalden kritisieren die vom Regierungspräsidium Freiburg abgelehnte Unterführung für Radfahrer beim Knotenpunkt Heiligenbronn/Waldmössingen. Ganz vom Tisch ist sie aber noch nicht. Foto: Herzog

Kommt beim straßenbegleitenden Radweg von Aichhalden nach Waldmössingen beim Knotenpunkt Heiligenbronn/Waldmössingen der L 419 nun doch ein Unterführbauwerk?

In der Sitzung des Gemeinderats wollte Ratsmitglied Manfred Moosmann wissen, weshalb die Stadt Schramberg beim geplanten Radweg von Aichhalden nach Waldmössingen noch nicht mit den betroffenen Grundstückseigentümern gesprochen habe, Aichhalden aber schon.

 

Wie Bürgermeister Michael Lehrer versicherte, müsse der Stadt zugutegehalten werden, auf ihrer Gemarkung deutlich weniger schwierige Grundstücke für den Radweg zu haben als Aichhalden. Deshalb sei Aichhalden schon früh mit den Eigentümern in Kontakt getreten.

Noch Gespräche nötig

Kritische Stimmen zum Radweg seien ihm nicht bekannt, es sähe sehr gut aus. Mit allen Grundstückseigentümern im Schachen, die noch nicht an das kommunale Abwassernetz angeschlossen seien, müsse aber noch geredet werden, räumte der Bürgermeister ein.

Förderantrag genehmigt

Unter Tagesordnungspunkt Bekanntgaben wartete Kämmerer Philipp Stahl mit einer guten Nachricht auf. Nachdem das Regierungspräsidium (RP) Freiburg einen ersten Förderantrag abgelehnt habe, habe die Gemeinde einen erneuten Antrag auf Zuschuss gestellt. „Jetzt wurden uns 365 000 Euro zugesagt“, freute sich der Kämmerer.

Rat Bernd Wilhelm hatte aus den Beratungen im Ortschaftsrat Waldmössingen und dem Gemeinderat-Ausschuss in Schramberg vernommen, dass das vom Regierungspräsidium Freiburg allein aus Kostengründen – der Betrag hierfür würde rund 1,2 Millionen Euro ausmachen – abgelehnte Unterführbauwerk kritisiert wurde wie auch im Aichhalder Rat. „Kann man diese Lösung nicht doch verfolgen?“, erkundigte sich Wilhelm.

Nach Auskunft des Bürgermeisters gibt es Überlegungen in diese Richtung.