Blick in die Spitalstraße, die als Fahrradstraße ausgewiesen ist. Foto: Kristoff Meller

Die Stadt will das neue Klinikum an den Veloverkehr anschließen, die Pendlerroute ausbauen und die Hartmattenstraße als Radstraße ausweisen.

Mit der Fahrradstrategie will die Stadt den Anteil der Velofahrer am Verkehr erhöhen. Im kommenden Jahr stehen der Anschluss des neuen Zentralklinikums, der abschnittsweise Ausbau der Pendlerroute West entlang der Wiese sowie Planungen für den Ausbau der Hartmattenstraße zur Fahrradstraße ganz oben auf der Aufgabenliste.

 

Radweg zum Klinikum und mehr Sicherheit

Von Hauingen sollen 250 Meter Radweg zum Zentralklinikum gebaut werden. Um die Pendlerroute West an der Wiese mit dem Klinikum zu verbinden, soll ein Feldweg, der die Straße Richtung Steinen quert, asphaltiert werden.

An der Pendlerroute West wird 2026 außerdem die Unterführung an der Bauhausbrücke bei Haagen verbreitert und begradigt. An dieser Engstelle müssen immer wieder Fußgänger Radfahrern ausweichen.

Für einen weiteren Ausbau der Pendlerroute West zwischen Tumringer Brücke und Haagen soll im kommenden Jahr eine Handlungsstrategie erarbeitet werden, Ziel ist auch hier, den Fuß - und den Radverkehr zu trennen.

Weiter geplant sind Verbesserungen an Querverbindungen innerhalb der Stadt: Nach einer Begehung mit dem Jugendrat will die Verwaltung an der Kreuzung Bühlstraße und Baumgartnerstraße, wo auch der Schulcampus liegt, den Gehweg verbreitern.

Hartmattenstraße soll Fahrradstraße werden

Weitere Vorhaben sind vorgesehen, allen voran will die Stadt 2026 den Umbau der Hartmattenstraße zur Fahrradstraße planen.

Dort sind, so ergab eine Verkehrszählung vom September 2024, täglich bis zu 199 Autos und bis zu 1400 Velos unterwegs. Vor allen Schüler sind dort zwischen Brombach und Campus unterwegs.

Maßnahmen stehen unter „Haushaltsvorbehalt“

Alle Maßnahmen stehen, wie Lukas Riesterer vom Fachbereich Tiefbau im Ausschuss für Umwelt und Technik betonte, unter „Haushaltsvorbehalt“. Bekanntlich ist die finanzielle Lage der Stadt so angespannt, dass seit Mitte Oktober eine Haushaltssperre gilt. Für den Ausbau der Pendlerroute West sind allerdings Zuschüsse von bis zu 90 Prozent aus dem Agglo-Programm Basel und vom Land zu erwarten.

Neue Fußgänger-Überwege geplant

Riesterer führte aus, dass die Stadt den Rad- und den Fußverkehr künftig zusammen denken will. In diesem Zuge sind auch neue Fußgänger-Überwege in Käppele-, Steinen- und Teichstraße geplant. Außerdem will die Stadt ihre Strategie für sichere Schulwege weiter führen. An der Hellbergschule wurden dafür bereits auffällige Warnmarkierungen auf der Straße angebracht.

Die Haltung der Fraktionen

Caroline Oursin (Grüne) drängte darauf, die Fahrradanschlüsse ans Zentralklinikum umzusetzen – trotz knapper Kassen. Sozialdemokratin Christa Rufer hielt den Anschluss an die Pendlerroute West für überflüssig, weil die Radfahrer eher durch das Gewerbegebiet „Entenbad“ zum Klinikum fahren würden. Matthias Lindemer (Freie Wähler) und Thomas Hengelage (Grüne) waren für eine Velostraße in der Hartmatttenstraße.

Christdemokrat Bernhard Escher argumentierte dagegen: Bevor die Stadt die Fahrradstraße ausweise, sollte sie prüfen, wohin sich der Autoverkehr verlagern würde. Für eine Prüfung durch externe Fachleute fehle aktuell aber das Geld.

Christa Rufer (SPD) befürwortete die Trennung von Rad- und Fußverkehr auf der Pendlerroute an der Wiese: Die Maßnahme diene der Sicherheit aller.