Nach einem Jahr Corona-Zwangspause haben sich wieder Freizeitsporttler zum Rosenfelder Radtag getroffen. Foto: Fotos: Breisinger

Radtag: Freizeitsportler erkunden Wege / Große Strecke umfasst 40 Kilometer / Preise bei Verlosung

Ganz Rosenfeld ist am Sonntag fest in Radfahrerhand gewesen, denn nach einem Jahr Pause hat der 20. Rosenfelder Radtag stattgefunden.

Rosenfeld. Der offizielle Startschuss fiel um 10 Uhr auf dem Wilhelm-Sülzle-Platz in Rosenfeld, schon zuvor gab es einen ökumenischen Gottesdienst und Aufwärmgymnastik in Form von Stretching und Zumba durch Nadine Mohl.

"Die Coronavorschriften ermöglichten wieder diese Veranstaltung, auch wenn sie in etwas abgespecktem Rahmen stattfand, da unter anderem die ansonsten stattfindenden große Feste in Leidringen und Bickelsberg ausfallen mussten", bedauert Rosenfelds Bürgermeister Thomas Miller, der sich am Nachmittag selber auf den Sattel schwang, allerdings laut eigener Auskunft nur als "Hochebenefahrer". "Rings um Rosenfeld haben wir schöne Strecken, auch auf gut zu befahrenen landwirtschaftlichen Wegen, aber manche Anstiege sind nicht so einfach und ziehen sich ziemlich", geht Miller auf das Radwegenetz ein.

Das Organisationsteam des Arbeitskreises Freizeit und Kultur stellte eine Große Runde mit 40 Kilometern, die rund um Rosenfeld und seine Stadtteile gingen und auch das Radwegenetz von Binsdorf umfasste, und eine Kleine Runde mit 25 Kilometern zusammen, das von Rosenfeld über Bickelsberg, Brittheim, Leidringen, Täbingen, Isingen wieder zurück nach Rosenheim ging.

Je nach eigener Lust und Laune durften aber auch nur einzelne Passagen befahren werden. Wer allerdings an der um 18 Uhr im Zielbereich am Wilhelm-Sülzle-Platz in Rosenfeld stattfindenden Verlosung teilnehmen wollte, musste mindestens vier Stempel aus verschiedenen Rosenfelder Teilorten vorweisen, Walker und Inliner konnten sich natürlich auch an der Aktion beteiligen. Eine Teilnahme lohnte sich, denn als ersten Preis gab es ein Cross-Rad, zudem einen Micro Scooter, drei Mini Micro Sporty und zudem vier Fahrrad-Handyhalterungen zu gewinnen.

Bewirtete Stempelstellen gab es in Bickelsberg (TSV Bickelsberg), an der Allerheiligenkirche in Brittheim (evangelische Kirchengemeinde), auf dem Isinger Sportgelände (SF Isingen), in Leidringen am Sportheim (SpVgg Leidringen) und in Täbingen in der Heerstraße (Familie Walter), sowie in Heiligenzimmern beim Feuerwehrgerätehaus (Jugendgruppe).

Zum mittlerweile zweiten Mal fand auch das Radpilgern der Kirchengemeinden des Kleinen Heubergs statt, an deren Kirchen jeweils der Pilgerausweis ausgestellt wurde. In einer zur Verfügung stehenden Broschüre konnten sich die Radpilger umfassend über die jeweiligen Kirchen informieren.

In Brittheim luden Pfarrer Sven Wegner-Denk und der Kirchengemeinderat zum Tag der Offenen Tür in der Allerheiligenkirche ein und stellten den Planungsstand der geplanten Sanierung und des Umbaus des Gotteshauses vor. Mit dem laut Wegner-Denk "über viel Erfahrung im kirchlichen Bereich" verfügenden Balinger Architekturbüro Jetter wurde ein geeigneter Planer gefunden, demnächst stehen weitere Sichtungsmaßnahmen mit dem Denkmalamt an, doch erst müssen noch 130 000 Euro an Eigenmitteln aufgetrieben werden, so dass der Baubeginn noch in den Sternen stehe. "2025 wird die Kirche 500 Jahre alt, es wäre super, wenn der Umbau bis dato fertig wäre", so Wegner-Denk. "1966 bis 1968 wurde die Kirche zuletzt grundlegend umgebaut, es stand turnusmäßig ohnehin eine Generalsanierung an", ergänzt Wegner-Denk.: "Der Fußweg zur Kirche soll barrierefrei werden, Bänke sollen durch Stühle ersetzt werden, um neben Gottesdienste auch andere Veranstaltungen wie Konzerte hier abzuhalten, und wir möchten ein behindertengerechtes WC einbauen. Das jetzige stammt aus den 1960er Jahren und hat keinerlei Anschluss zur Kanalisation, zudem ist eine Infrarotheizung angedacht", gibt Wegner-Denk einen kleinen Einblick in die geplanten Umbaumaßnahmen.