Die Öfinger Steig ist wieder in der Strecke eingeplant. Foto: Arne Mill

Die Straßen-Meisterschaften gehen 2024 wieder an den Start auf der Baar, dieses Mal noch größer. Aber: Nicht jeder freut sich.

Vom 21. bis 23. Juni gehen im kommenden Jahr wieder die Profis an den Start, sowohl bei den Herren als auch bei den Damen und zusätzlich auch die Altersgruppen U 19.

 

Rik Sauser von der Sauser Event GmbH rechnet mit insgesamt um die 1000 Starter, das doppelte als in diesem Jahr. In der Wertschöpfung zählte man 1400 Übernachtung allein von den Fahrern, da diese schon Tage zuvor anreisen, um die Strecke kennenzulernen.

Idee schon am Abschlusstag 2023

Schon am Abschluss-Sonntag 2023 deutete sich eine zweite Austragung an. Auf der einen Seite waren da Bad Dürrheims Bürgermeister Jonathan Berggötz, Kur und Bäder Geschäftsführer Markus Spettel und Donaueschingens Oberbürgermeister Erik Pauly, die es sich vorstellen konnten, auf der anderen Seite der Bund Deutscher Radfahrer (BDR), vertreten durch den Vizepräsidenten Günter Schabel. Man wurde sich offensichtlich schnell handelseinig.

So wird nun wieder der Start in Donaueschingen, das Ziel in Bad Dürrheim sein, zwischendrin nach jetzigem Stand wieder die Fanzonen in Öfingen und Aasen. Wenn auch, so Rik Sauser, die Strecke etwas leichter werde und man nicht ganz so oft die Öfinger Steig und den Anstieg Aasen fahren lasse.

U 15, 17 und 19 am Start

Neu hinzu kommt 2024 der Start des Nachwuchses in den Klassen U 15, 17 und 19. Rik Sauser, selbst in jungen Jahren im Radsport als Fahrer unterwegs, zeigt sich überzeugt: Für die Jugendlichen ist es etwas ganz besonderes mit den Profis zusammen auf der gleichen Strecke zu fahren. Für den Nachwuchs sei es wichtig solche Wettkampftage zu erleben und die Atmosphäre zu spüren.

Einer der Botschafter der Rad-DM in Bad Dürrheim und Donaueschingen ist der Lokalmatador Jan Hugger. Für ihn war die Teilnahme in diesem Jahr zwar nicht so erfolgreich wie erhofft, aber er wie auch andere Fahrer waren sich einig, dass es eine der besten Deutschen Radmeisterschaften war, die sie in den vergangenen Jahren gefahren seien.

Gute Werbeveranstaltung

Einig waren sich die Bürgermeister darin, dass die DM eine gute Werbeveranstaltung für die Region ist. Denn auch 2024 will der SWR wieder Liveübertragungen vornehmen, denn die Zuschauerzahlen waren dieses Jahr gut. Der BDR signalisierte durchaus die Bereitschaft noch mehr in der Region zu veranstalten.

Was die einen freut, ist für manche nicht ganz ein Grund zur Freude. So hat Daniel Montel, Anwohner auf der Ostbaar und Direktvermarkter für landwirtschaftliche Produkte, die er auf seinem Hof erzeugt, im Gemeinderat formuliert, dass es für die Anwohner der Strecke doch einige Nachteile gebe. Bei ihm blieben an den Tagen mit der Rad DM die Kunden aus, da sein Hof nur schwer erreichbar sei. Das zeigten die Erfahrungen aus diesem Jahr. Die Kernstadt würde da mehr profitieren.

In der Sitzung zeigten sich Bürgermeister Jonathan Berggötz wie auch Kurgeschäftsführer Markus Spettel überzeugt, dass man eine Lösung finden und Verbesserungen vornehmen werde.