Die U19-Radballer des RV Langenschiltach jubelten im DM-Halbfinale über einen Doppelsieg. Foto: RV Langenschiltach

An diesem Wochenende finden die deutschen Jugend- und Juniorenmeisterschaften im Hallenradsport in der Schwenninger Deutenberghalle statt. Der RV Frohsinn Langenschiltach hat sich im Radball mit zwei Mannschaften qualifiziert. Das sind die RVL-Teams.

Über 300 Hallenradsportler- und Sportlerinnen in den Altersklassen U17 und U19 werden in den Sportarten Radball, Radpolo und Kunstradfahren in insgesamt 13 Disziplinen um die deutsche Meisterschaft kämpfen.

 

Auch das U19-Turnier im Radball verspricht hochklassigen Sport. Acht Teams kämpfen bei den vom RV Frohsinn Langenschiltach und dem RSpV Schwenningen organisierten Meisterschaften um den Titel. Die Langenschiltacher Teams Jonas Schultheiss/Silas Dold und Fabian Rapp/Jakob Schlegel treffen auf fünf Bundeskader-Mannschaften.

Die Vorbereitungen

Die RVL-Duos sind im baden-württembergischen Landeskader und haben sich – wie bereits vor dem Viertelfinal- und Halbfinalturnieren – an der Landessportschule in Albstadt auf die Meisterschaften vorbereitet. Jakob Schlegel berichtet, dass das Passspiel vor allem im Fokus gestanden sei. „Wir haben viele Spiele gespielt und Torwarttraining gemacht“, gibt auch Jonas Schultheiss einen Einblick in die Vorbereitungen.

Familie und Freundschaft

Jonas Schultheiss kam über seinen Vater Werner Schultheiss im Alter von fünf Jahren zum Radball. „Ich mache Radball schon mein ganzes Leben lang und habe auch meine Freunde zum Radball geholt“, sagt Jonas Schultheiss. Der Sport sei für ihn „etwas richtig Großes.“

Jonas Schultheiss/Silas Dold gehen formell als erste Mannschaft des RVL ins Rennen, im Training stellte sich aber bereits heraus, dass beide Mannschaften durchaus auf einem ähnlichen Niveau sind.

Debüt nach 13 Jahren

Dies ist eine erstaunliche Erkenntnis vor dem Hintergrund, dass das Team Rapp/Schlegel erst seit einem Jahr zusammenspielt. Für Jakob Schlegel ist das Turnier auch aus einem anderen Grund sehr besonders: Nach 13 Jahren Radball qualifizierte er sich erstmals für eine deutsche Meisterschaft – in seinem letzten Jahr in der Jugend.

„Ich würde nicht sagen, dass wir Außenseiter sind. Beide Teams haben gute Chancen“, sagt Schlegel forsch. Er gibt aber auch zu, dass er die gegnerischen Teams logischerweise noch nicht so gut kennt. Gegen starke Mannschaften sei es deshalb durchaus eine Möglichkeit, eher defensiv zu spielen. Es gelte sich auch während des Spiels an die Gegner anzupassen.

Was ihm am Radball gefällt? „Es ist ein Sport, den fast niemand macht. Man braucht alle Muskeln. Teamplay ist sehr wichtig.“ Beide Teams sind voller Vorfreude. Bei aller Demut weiß Schultheiss: „Im Radball kann alles passieren.“