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Radsport Die Ursprünge reichen weit zurück

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Über Stock und Stein geht’s am 18. November in Albstadt. Foto: Kara Foto: Schwarzwälder Bote

Mountainbike-Rennen, den Cross-Country-Weltcup in Albstadt, kennt fas jeder. Mit einem Cyclo-Cross-Rennen wie das am kommenden Sonntag, 18. November, am Albstadion in Albstadt-Ebingen stattfindet, verhält sich das etwas anders.

Und das obwohl es die viel, viel ältere Radsport-Disziplin ist. Allerdings ist sie längst nicht überall so in Vergessenheit geraten wie in Deutschland. Um 1900 schon, so gibt es die Radsport-Geschichtsschreibung preis, wurde auf Rennrädern im Gelände gefahren. Die frühen Helden der Landstraße nutzten es an der französischen Riviera als Training und kamen irgendwann auf die Idee, eine Strecke abzustecken. Wann genau, das Jahr ist nicht verbürgt, war damit das Cyclo-Cross – so nennen die Franzosen die Disziplin – oder das Querfeldeinrennen, wie es im Deutschen ursprünglich heißt, geboren.

Das Critérium International, das heute als Straßenrennen firmiert, wurde von 1924 bis in die Kriegsjahre hinein als Cyclo-Cross-Rennen ausgetragen. Die ersten Weltmeisterschaften gab es jedoch erst 1950 in Paris und hinter der Etablierung des Querfeldeinrennens als Wintersport steckte der Versuch, den Straßenrennsportlern über die kalten Monate hinweg eine Einnahme-Quelle zu erschließen. Es war kein Zufall, dass Radsportler wie Klaus-Peter Thaler oder Rolf Wolfshohl Querfeldein-Weltmeister wurden, die ihre Brötchen hauptsächlich auf der Straße ihre Brötchen verdienten. In den Benelux-Ländern, am stärksten in Belgien, entwickelten sich die Rennen zu Volksfesten, und es entstand ein Spezialistentum.

Weil die Disziplin in Belgien spätestens in den 1960-er Jahren so populär wurde und die Fahrer infolgedessen auch sehr gut bezahlt wurden, begannen die Belgier das Geschehen über viele Jahre hinweg klar zu dominieren. Acht Belgier in den Top-Ten des Weltcups, das war keine Seltenheit. Eine Koryphäe wie Sven Nys ist dort eine Art Volksheld. Inzwischen haben die Niederländer wieder ein wenig aufgeschlossen, vor allem in Person von Mathieu van der Poel oder auch Lars van der Haar. Ehe auch Damen um Weltmeisterschaftsehren fahren durften, dauert es bis ins Jahr 2000. Die Berlinerin Hanka Kupfernagel gewann damals den Titel, ihren ersten von insgesamt vieren. Die Frauen zogen im Verglich zu den Männern sukzessive auf. Inzwischen herrscht auch bei ihnen eine Leistungsdichte, die für sehr spannende Rennen sorgt. Mitunter geht es bei ihnen turbulenter als bei den Herren zu.

In Deutschland kann die Disziplin Radcross – so wird Querfeldeinfahren in der Schweiz genannt – in Sachen Popularität nicht mit Belgien oder den Niederlanden mithalten. Doch die schmalen Reifen sind auch offroad wieder auf dem Vormarsch. Das erneute Aufleben der Sportart etwa in den USA, in der Schweiz und in Großbritannien ging auch am deutschen Radsport nicht vorbei. Immer häufiger sieht man Radsportler mit geländetauglichen Rennrädern, die etwas stabiler daherkommen, sich aber nicht sonderlich von den gewohnten Straßenrädern unterscheiden. Auf den damit eng verwandten "Gravel Bikes" mit Rennradlenker und schmalen Reifen sind immer mehr Sportler auf Feld- und Schotterwegen unterwegs, weil diese flexibler sind als reine Straßenrenner und schneller als Mountainbikes.

Dass es in Albstadt am 18. November einen Deutschland-Cup im Cyclo-Cross und ein gutes Jahr später auch die Deutschen Meisterschaften geben wird, hängt auch mit dieser Entwicklung zusammen. Schließlich wird in Albstadt damit auch eine, in den 90er-Jahren unterbrochene, Tradition fortgesetzt.

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