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Radsport Corona-Krise: Domenic Weinstein nimmt neuen Anlauf

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Der Unterbaldinger Domenic Weinstein muss sich bis Olympia 2021 gedulden. Foto: Jane Barlow

Noch ist das Fitnessstudio zu und Domenic Weinstein muss sein tägliches Training weiter auf dem Rennrad absolvieren. Der Unterbaldinger gehört zur Elite der deutschen Bahnradfahrer und ist Teil des deutschen Bahnrad-Vierers.

Absage des Saisonhöhepunktes

Nach der Absage der Olympischen Spiele in Tokio ist der 25-Jährige in ein kleines Motivationsloch gefallen. "Man hatte jetzt schon eine gewisse Grundspannung. Es war klar, wir müssen uns bei der Weltmeisterschaft in Berlin im Februar qualifizieren. Es war das letzte Rennen. Jetzt ist der Saisonhöhepunkt mit Olympia um eineinhalb Jahre verschoben, das ist vom Kopf her nicht ganz einfach", so Weinstein, der um den Mythos Bahnrad-Vierer bei Olympia weiß. Die ganz großen Erfolge liegen jedoch schon länger zurück. 

Zuhause in Unterbaldingen

Seine drei Mannschaftskollegen hat er seit dem 29. Februar nicht mehr gesehen. Das ist auch dem geschuldet, dass einige der zum Kader zählenden Fahrer aus Berlin, Hamburg oder Düsseldorf kommen. "Es gab die Idee, dass wir uns irgendwo in der Mitte Deutschlands zum gemeinsamen Training treffen, doch das war reisetechnisch und aufgrund der Corona-Bestimmungen nicht möglich." So trainiert jeder der deutschen Top-Bahnradfahrer für sich alleine. "Ich kann mich nicht erinnern, dass ich in der Länge über drei Monate zuhause war", sagt Weinstein. 

Trainingslager in Mexiko fällt aus

Zum deutschen Bahnrad-Vierer zählen neben Dominic Weinstein, Theo Reinhardt, Felix Groß und Nils Schomber. "Wir sind ja immer 250 bis 300 Tage im Jahr auf Lehrgängen oder Trainingslager unterwegs. Als es mit Corona alles anfing, war ein dreiwöchiges Trainingslager in Mexiko geplant. Das musste natürlich ausfallen", erzählt Weinstein.

Neue Bestzeiten im Visier

Seit nunmehr sieben Jahren arbeitet das Quartett akribisch an neuen Bestzeiten, die dem internationalen Vergleich Stand halten können. Hinter den vier Schnellsten wartet ein weitere halbes Dutzend Fahrer, die auf ihre Chance lauern. Durch die Olympia-Verschiebung werden die Karten neu gemischt und keiner der arrivierten Kandidaten kann sich definitiv sicher sein in Tokio 2021 dabei zu sein - auch nicht Dominic Weinstein. Es gilt das Leistungsprinzip.

Traum von einer Medaille

Vor vier Jahren gelang dem deutschen Bahnrad-Vierer das Olympia-Comeback. In der Besetzung Theo Reinhardt, Nils Schomber, Kersten Thiele und Dominic Weinstein erreichte das deutsche Team in Rio de Janeiro den fünften Platz. Vier Jahre später hätten sie sich berechtigte Medaillenhoffnungen machen dürfen. Ende 2019 hatten die deutschen Elitefahrer das Kunststück vollbracht den Weltcup in Hongkong zu gewinnen. Bei der WM im Februar war jedoch nur der 7. Platz herausgesprungen.  

Der Blick geht in Richtung 2021

Jetzt nach der Olympia-Verschiebung wird die von jeher auf Langfristigkeit ausgelegte Planung auf ein neues Maß gehoben. Der Bahnrad-Vierer und Domenic Weinstein gehen in eine weitere Phase der Optimierung und der Vorbereitung auf das Großereignis, das aller Voraussicht nach 2021 in Tokio stattfinden kann. 

Talent für den Radsport

Domenic Weinstein hat mit dem Radsport mit elf Jahren angefangen. Eines Tages kamen Vertreter des RSC Donaueschingen ins väterliche Sportgeschäft und waren auf der Suche nach Nachwuchsfahrern. Mit dem Mountainbike ging es los, dann kam das Rennrad. 2010 wurde er Deutscher Meister der Bahnradfahrer im Punktefahren und kam in die Nationalmannschaft. 2011 wurde Weinstein prompt  Weltmeister der Junioren im Punktefahren. Weitere Erfolge sollten folgten.

2013 folgte der Wechsel ins Männerteam mit dem Fokus auf den Bahnrad-Vierer. "Ziel war es, wieder zu den Olympischen Spielen zu kommen", erzählt Weinstein. 2015 war für ihn ein persönlich tolles Jahr mit dem deutschen Meistertitel und dem Vize-Europameistertitel in der Einerverfolgung. 2016 wurde dann der Traum von Olympia wahr. 

Deutschen Rekord verbessert

Der deutsche Bahnrad-Vierer hat sich in den vergangenen Jahren in kleinen Schritten weiterentwickelt. Mehrfach wurde der deutsche Rekord verbessert. Eine Medaille in Tokio ist der absolute Traum. Doch die Konkurrenz schläft nicht, die acht qualifizierten Top-Nationen liegen sehr nahe beieinander - neben Deutschland sind das Dänemark, Italien, Schweiz, Neuseeland, Großbritannien, Australien und Kanada.  

Ein erstes Wiedersehen

Im Juni soll es nun ein erstes Wiedersehen der besten Bahnradfahrer in Frankfurt/Oder geben. Im August könnte dann ein Trainingslager in Kalifornien anstehen. "Da waren wir letztes Jahr jedenfalls§, berichtet Domenic Weinstein. "Die Dauer ist um die 24 Tage. Aber aktuell wissen wir noch nicht, ob wir aufgrund der Corona-Pandemie einreisen dürfen." 

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