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Radsport Auch Schlussakt stoppt Alpirsbacher nicht

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Achim Reim unterbot seine bisherige Bestleistung und landete in seiner Altersklasse auf Platz neun. Foto: sportograf/Reim

Der Herausforderung "Ötztaler Radmarathon" stellen sich jedes Jahr unzählige Hobbysportler. Der Radmarathon verlangt ihnen alles ab. Das kräftezehrende Sportevent gilt nicht umsonst als einer der Höhepunkte in der Rennradszene. Mit Start und Ziel in Sölden müssen auf offiziell 238 Kilometern und 5500 Höhenmeter vier Alpenpässe bewältigt werden. Mit dem Kühtai (2020 Meter), dem Brenner (1377 Meter), dem Jaufen (2009 Meter) und dem Timmelsjoch (2509 Meter) warten bis zu 18 Prozent steile Anstiege auf die Rennradfahrer.

Zum 39. Mal fand am vergangenen Sonntag eben jener Radmarathon statt. Über 4200 Radfahrer aus 34 Nationen starteten bei der inoffiziellen Rad-WM für Hobbysportler. Unter ihnen tummelten sich neben vielen Prominenten und Ex-Profis zum wiederholten Male auch die Alpirsbacher Ursula Armbruster und Achim Reim. Für Armbruster war es die achte Auflage, Reim war bereits zehnmal dabei.

Beide hatten sich ehrgeizige Ziele gesetzt. Ursula Armbruster wollte dieses Mal die 9:30 Stunden knacken, Achim Reim hatte vor, die Neun-Stunden-Marke zu unterbieten und in die Top Ten seiner Altersklasse zu fahren.

Mit mehreren Trainingswochen auf Mallorca und in den Dolomiten hatten sich beide gut auf die diesjährige Radsaison vorbereitet. Für einen optimalen Formaufbau nahmen sie an mehreren Radveranstaltungen teil. Sie starteten beim Glocknerkönig, Dreiländergiro, Engadiner Radmarathon, Giro delle Dolomiti und Arlberg Giro. Somit waren sie gut gerüstet für den diesjährigen Saisonhöhepunkt.

Über eine Stunde vor dem Start um 6:45 Uhr waren sie bereits in der Startaufstellung. Sie wollten weit vorne sein, um gleich kurz nach dem Startschuss über die Zeitmessung fahren. Denn wenn sich über 4200 Rennradler aufreihen, entsteht eine Art Wurm von mehreren hundert Metern Länge.

Der Startschuss erfolgte pünktlich – und nur zwei Minuten später ging es für die beiden Alpirsbacher über die Startlinie. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 50 Km/h rasten sie hinab nach Ötz. Dort folgte dann der 18 Kilometer lange, mit 1200 Höhenmetern gespickte Anstieg zum Kühtai. Oben auf dem Kühtai waren die Zwischenzeiten der beiden jeweils deutlich unter zwei Stunden und damit schneller als zuvor geplant.

Es folgte die rasante Abfahrt Richtung Innsbruck. Hier waren Höchstgeschwindigkeiten von weit über 100 km/h zu erreichen. Es folgte der Brennerpass mit zwar sehr moderaten Anstiegsprozenten, aber einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 28 km/h.

Nach einer kurzen Abfahrt nach Sterzing stand der Jaufenpass mit seinen 15 Kilometern länge und 1100 Höhenmetern an. Von dort aus ging es wieder bergab Richtung St. Leonhard in Passeier, wo nach mehr als 175 Kilometern und 3500 Höhenmetern in den Beinen der berüchtigte Schlussakt des Ötztaler Radmarathons begann.

Jener Schlussakt, der diese Hochgebirgsquälerei zur Legende unter den Radsportlern macht – der "Scharfrichter", die 29 Kilometer lange, 1800 Höhenmeter, Auffahrt zum 2509 Meter hohen Timmelsjoch, der höchste Pass der Runde sowie der längste Anstieg des Tages.  Beide erreichten das Timmelsjoch in den jeweils geplanten Zeiten. Eine kurze Abfahrt und der Gegenanstieg zur Mautstelle und dann ging es über Hochgurgl und Obergurgl zurück nach Sölden.

Achim Reim erreichte das Ziel in Sölden nach 8:57 Stunden. Damit unterbot er seine bisherige persönliche Bestzeit und auf Platz neun von 246 gestarteten Radfahrern in der Klasse Master 3. Ursula Armbruster überquerte die Ziellinie nach 9:29 Stunden. Auch für sie war dies eine neue persönliche Bestzeit.

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