Von der Bickenstraße aus geht es am Sonntag auf den 900 Meter langen Rundkurs – vor allem der Bodenbelag wird den Fahrern alles abverlangen. Foto: Rupp

Nach dreijähriger Zwangspause ist es für den RC 1886 Villingen am Sonntag so weit: Das 62. Kriterium in der Geschichte des Rad-Clubs – gleichzeitig die 8. Etappe des Interstuhl-Cups – findet wieder statt.

, ein weiteres Jahr musste das Rennen wegen Bauarbeiten abgesagt werden – jetzt dürfen die Fahrer wieder vom Start in der Bickenstraße über die Obere Straße und den Klosterring zurück zur Bickenstraße ihre Runden drehen.

Ganz besonderes Flair bekommt die Strecke durch die zwei Stadttor-Durchfahrten pro Runde – und natürlich durch den Streckenbelag, denn 450 Meter der 900 Meter langen Runde führen über Kopfsteinpflaster. Das werden die Fahrer wohl entweder lieben oder hassen – dazwischen gibt es kaum etwas. Besondere Motivation dürfte den Startern geben, dass beim Villinger Innenstadtrennen bedeutend mehr Zuschauer die Straßen säumen als bei anderen Rennen.

Es geht um die meisten Punkte

Bei einem Kriterium handelt es sich um eine spezielle Form des Rennens. Hier ist nicht entscheidend, wer als Erster über die Ziellinie fährt, sondern wer innerhalb der angesagten Wertungsrunden die meisten Punkte sammelt.

Um 10.30 Uhr fällt der Startschuss zum ersten Rennen des Tages. Die Frauen und Juniorinnen sowie die Senioren 4 ermitteln ihren Sieger über 50 Runden und einer Distanz von 45 Kilometer. Mit von der Partie in diesem Rennen ist der RC-Fahrer Thomas Hutt, der bereits einige Podestplätze in den vorherigen Etappen einfahren konnte. Allerdings gehören Kriterien nicht zu seiner Lieblingsdisziplin. Er wird darauf spekulieren müssen, sich mit einer Gruppe abzusetzen.

Die beiden Schülerrennen – U13 über 15 Runden, Start um 12 Uhr und die U15-Klasse über 25 Runden, Start um 12.45 Uhr – finden ohne Villinger Beteiligung statt. Die Gesamtwertung bei den U13-Schülern ist hart umkämpft von den Fahrern Arne Weisser (Ottenbach), Maximilian Schick (Heilbronn) und Oskar Claus (Öschelbronn). Ebenso eng geht es in bei der U15 zu. Hier sind die Haupt-Protagonisten des Rennens die Ottenbacherin Lisa Weisser, der Neuhausener Joel Müller und die Singenerin Noemi Böttcher.

Um 14 Uhr gilt es

Um 14 Uhr gilt es dann für fünf Fahrer in den blauen Trikots des RC Villingen – Roland Kienzler, Björn Dölker, Marcel Arena, Hartmut Lange und Nazzareno Scarmato – sich vor heimischem Publikum zu beweisen. Ob für die RC-Starter in diesem Rennen ein Podestplatz möglich ist, hängt vom Rennverlauf und vor allem davon ab, ob es dem Villinger Quintett gelingt, eine geschlossene Mannschaftsleistung zu zeigen.

Um 15.30 Uhr beginnt dann die wilde Punktehatz der Amateure, Elite-Amateure und Junioren. Man kann bei der Stärke der Teilnehmer davon ausgehen, dass hier Radsport vom Feinsten geboten wird. Bei dem 72 Kilometer langen Rennen wird die Durchschnittsgeschwindigkeit wohl bei 45 km/h liegen.

Stephan Duffner führt das Team an

Angeführt wird das RC-Team dabei von Stephan Duffner – der absolut sprintstärkste Villinger Fahrer. Unterstützung bekommt er vom erfahrenen Sascha de Poel, der nach wie vor in der Lage ist, exzellente Leistungen zu bringen – sowie von Matthias Gummich und Luca Brugger, dem Youngster im Villinger Team. Sollten diese Fahrer erneut mit einer so starken Mannschaftsleistung wie in Empfingen auftrumpfen, müsste ein Podestplatz machbar sein.

Alles in allem erwartet die Zuschauer in Villingen toller Radsport. Für die Zuschauer und deren leibliches Wohl sorgen die fleißigen Helfer des RC Villingen.