Die Aktion Stadtradeln wurde jetzt mit der Preisverleihung im Rathaus Weil am Rhein abgeschlossen. Anstehende Projekte sollen die Sicherheit der Fahrradfahrer erhöhen.
Fleißige Radfahrer: Bereits zum vierten Mal hat sich die Stadt Weil am Rhein beim Stadtradeln beteiligt. Mitgemacht haben 383 Teilnehmer, welche 72 357 Kilometer zurücklegten. Die fleißigsten Pedaleure hat Oberbürgermeisterin Diana Stöcker nun belohnt.
Anlässlich einer kleinen Preisverleihung im Rathaus wurden die drei Velofahrer und die drei Teilnehmer des Schulradelns mit den meisten Kilometern sowie vier weitere Radfahrer ausgezeichnet, die an der Stempelaktion während der Aktionswochen mitgemacht haben, heißt es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung.
Stöcker freute sich umso mehr, dass gleich die drei Erstplatzierten auf mehr als 1000 zurückgelegte Kilometer kamen. „Sie müssen ja ständig mit dem Fahrrad unterwegs sein“, lachte sie und durfte Georg Miller auszeichnen, der sage und schreibe 1369 Kilometer in den Beinen hatte.
Auf den Schauinsland
Der Rentner ist gerne im Freiburg, auf dem Schauinsland oder dem Feldberg unterwegs. „In den vergangenen 15 Monaten bin ich 17 000 Kilometer mit dem E-Bike gefahren und mit dem Auto nur 2000“, erzählte er.
Kopf frei bekommen
Maren Anheuser war ihm mit 1248 Kilometern dicht am Hinterreifen. „Ich wollte mehr Kilometer haben als mein Vater“, grinste sie. Die Zeit während ihrer Masterarbeit nutzte sie, um morgens und abends auf das Rad zu steigen, auch um einen freien Kopf zu bekommen.
Auf Tour durch Tirol
Thomas Scherg mit absolvierten 1 082 Kilometern während der Kampagnen-Zeit landete auf Platz drei. Auch er bekam von Diana Stöcker und Ariane Linde, die im Rathaus für den Radverkehr zuständig ist, einen Preis überreicht. Er strampelte während des Stadtradelns auch durch Tirol. „Die Höhenmeter zählen leider nicht dazu“, lachte er.
Schulradeln
Beim Schulradeln hatte Dirk Schmidt mit 435 Kilometern die Nase vorn, der gemeinsam mit seinen Kindern fleißig in die Pedale trat. Dahinter folgte Aurelian Grötz vom Oberrhein Gymnasium, der 386 Kilometer für sich verbuchte. Vom Wohnort in Welmlingen führt ihn sein Schulweg fast täglich in die 3-Länder-Stadt. Tina Conrad von der Hermann Daur-Schule landete auf Platz drei.
Einen Preis aus den Händen der Oberbürgermeisterin verdient haben sich auch vier aktive Fahrradfahrer, die im gesamten Landkreis unterwegs waren und bei der Stempelaktion mit von der Partie waren: Johanna Wais, Birgit Kittel, Horst Lutz und Jürgen Göpfert wurden ausgelost. Sie alle hatten ihre Stempelkarte voll gemacht.
Maßnahmen
Anlässlich der Preisverleihung stellten Stöcker und Linde noch Maßnahmen im Stadtgebiet vor, die der Sicherheit des Radverkehrs dienen und in den vergangenen Monaten umgesetzt wurden. Beispielsweise seien in Haltingen auf der B3 auf Höhe des Rewe die Ausleitung für Radfahrer rot markiert worden. Des Weiteren wurde eine Fahrradaufstellfläche in der Hauptstraße, Ecke Lustgartenstraße, vor der Ampel eingerichtet, um das Anhalten und Abfahren zu erleichtern. In der Müllheimer Straße wurden Steine entfernt und damit der Weg zur Bühlstraße etwas breiter ist.
Umbau in Otterbach
„Für die nahe Zukunft sind mehrere größere Projekte geplant, die darauf abzielen, den Radverkehr in Weil am Rhein weiter zu optimieren“, sagte Linde. Sie wies insbesondere auf den Umbau des Geh- und Radweges zwischen dem Stuhlkreisel und dem Impulsiv in der Basler Straße (Otterbach) hin. Hier werden in Zusammenarbeit mit dem Regierungspräsidium die Wege verbreitert. Zudem werden die Bushaltestellen Grün 99 und Laguna sowie die Fußgängerquerung barrierefrei umgestaltet. Im Zuge dieser Maßnahme wird auch die Querungsstelle für Radfahrende am Zoll neu gestaltet. „Es ist geplant, dass die Arbeiten dazu noch in diesem Jahr beginnen“, erklärte Linde.
Wichtige Verknüpfung
In Planung befindet sich der Bau einer Fuß- und Radwegebrücke über die A5 vom Kreisel der Nordwestumfahrung zur Alten Straße. „Dieses Projekt stellt einen wichtigen Schritt zur weiteren Verknüpfung von Radwegen in der Region dar“, hielt Linde fest. Dafür seien indes noch einige Absprachen erforderlich.
Nicht zuletzt wird es in naher Zukunft auch einen Radabstellplatz auf dem Altweiler Lindenplatz geben. „Zwar finden hier eine Vielzahl von Veranstaltungen statt, doch bislang kann man nirgends die Fahrräder korrekt abstellen und anschließen“, meinte Stöcker.